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Geschrieben von: Stiftnürsel
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Montag, den 18. Juni 2012 um 14:21 Uhr |
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Verdammtes Sauwetter. Mistwetter wäre mir lieber gewesen. Das hätte ich einfach mit einer Mistgabel weggabeln können. Stattdessen musste ich heute den ganzen Tag über den Friedhof rennen und Schweine einfangen. Ein Elend ist das. Dafür habe ich diese Stelle eigentlich nicht angenommen. Klar, man musste mit so etwas rechnen. Schließlich ist Dredmor nicht gerade dafür bekannt, ein ruhiges Pflaster zu sein. Nein, hier werden Wunden nicht abgedeckt, sondern immer weiter aufgerissen. So wie diese verfluchte Wunde unter der Erde, die sich vor vielen Jahren aufgetan und Monsterhorden ausgespuckt hat, die nun das Blut ihrer Opfer auf dem Boden verteilen.
Als Lord Dredmor über das Land herfiel, zogen sich die gewöhnlichen Menschen zurück und machten Platz für Helden. Lord Dredmor musste aufgehalten werden und wer könnte das besser als ein wahrer Held? Offensichtlich niemand, wenn ich mir meinen Friedhof so ansehe. Wann dieser wahre Held wohl endlich kommen wird? Es wäre langsam mal an der Zeit. Mir geht hier nämlich der Platz aus. All diese Möchtegernhelden, deren Leichen von Lord Dredmor aus dem Verlies geworfen werden... ein bisschen Mitleid habe ich schon mit ihnen.
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Geschrieben von: SpielerZwei
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Freitag, den 15. Juni 2012 um 12:15 Uhr |
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Wie Ihr sicher wisst, bin ich nicht gerade der größte Fan der meisten etablierten Videospiel-Magazine. Zu viele 08/15-Textbausteine. Zu viele Prozentwertungen. Zu viel ungerechtfertigter Hype. Und viel zu wenig Unabhängigkeit von der Spieleindustrie, was für mich gleichbedeutend mit zu wenig Glaubwürdigkeit ist. - Und trotzdem kann man dieser Tage ein Magazin kaufen, in dem auch ein kleiner Beitrag von mir zu finden ist:
Das WASD Magazin.
Wie kam das? Nun, da gibt es zunächst einmal den Christian Schiffer vom Bayerischen Rundfunk, der verrückt genug war, dieses Ding in seiner Freizeit auf die Beine zu stellen und auch komplett selbst zu finanzieren. Der Christian hat dann ein paar über Videospiele schreibende Wichtigtuer gefragt, ob sie nicht vielleicht bereit wären, da mitzumachen; ohne Bezahlung, versteht sich. Einer davon war ich. Und da ich gerade nichts besseres zu tun hatte Christians Idee ziemlich klasse fand, steht nun mein bescheidener Text zusammen mit denen der anderen Wichtigtuer (u.a. Christian Schmidt, Thomas Lindemann, Valentina Hirsch, Rudolph Inderst, Peter Clement und Robert Glashüttner) in einem 200-Seiten-Hochglanz-Magazin.
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Geschrieben von: Doreen
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Mittwoch, den 13. Juni 2012 um 10:00 Uhr |
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Erscheint in regelmäßigen Abständen ein neuer Silent Hill-Teil auf der Mattscheibe, so plagen mich die immergleichen Zahnschmerzen. Downpour brachte mich nun dazu, einmal darüber nachzudenken, wann diese Zahnschmerzen eigentlich genau begannen. Erst dachte ich, es wäre bei The Room gewesen, aber nein – der ist im Vergleich zu dem, was danach kam eigentlich noch ganz ordentlich. Ich muss aber der Fairness halber dazu sagen, dass ich Origins und Shattered Memories nicht gespielt habe. Origins ist an mir einfach vorbeigeflogen und bei Shattered Memories habe ich mich vertrauensvoll auf die Kenner und Fans der Serie verlassen, die es in den meisten Fällen recht bescheiden fanden. Alles, was ich darüber hinaus noch gelesen habe, brachte mich dann zum Schluss, es besser nicht anzurühren.
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Geschrieben von: Netter älterer Herr
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Sonntag, den 10. Juni 2012 um 09:43 Uhr |
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Dieser Moment, in dem die rot geäderten Augen nach Feuchtigkeit brüllen und gegen meinen Willen den Blinzel-Reflex auslösen. Ich krache mit Tempo 300 viel zu früh in den Gegenverkehr und schramme, schon wieder, knapp an der Goldmedaille vorbei. Zu müde um den Controller gebührend an die Wand zu werfen, starte ich einen neuen Versuch. Der wievielte es ist, habe ich vergessen. Natürlich wäre es klüger, ins Bett zu gehen und die ganze Sache morgen Abend frisch und ausgeruht erneut anzugehen. Aber es ist doch nur mehr diese eine verf***te Kreuzung. Und ich bin SO dicht davor den Highscore zu knacken…
In den Jahren 2001 bis 2005 bescherte mir Criterions „Burnout“ Serie regelmäßig eine nicht unerhebliche Anzahl schlafarmer Nächte (Schönen Gruß von meinem damaligen Arbeitgeber). Dabei waren es weniger die Rennen, die es mir angetan hatten, sondern der sogenannte „Crash“ Modus, bei dem man auf einem bestimmten Streckenabschnitt, meist waren es Kreuzungen, einfach nur möglichst viel Schaden anrichten musste. Je nach erreichter Punkteanzahl erhielt man eine Bronze-, Silber- oder Goldmedaille. Diese Kombination aus simpler aber präziser Steuerung, perfektem Timing und optisch beindruckenden Destruktionsorgien übten eine suchterregende Anziehungskraft aus, der ich mich nur schwer entziehen konnte.
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Geschrieben von: polyneux
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Montag, den 04. Juni 2012 um 17:26 Uhr |
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Manu macht den Anfang: Shadow of the Colossus ist eines dieser Spiele, über die schon alles gesagt wurde, über die man aber auch gleichzeitig nicht aufhören kann zu reden. Weil sie einfach so einzigartig sind. Ich würde Shadow of the Colossus als größten gemeinsamen Nenner der aufgeklärten Core-Spieler bezeichnen – darauf können sich dann doch irgendwie fast alle einigen. Spätestens bei der Frage, welches Spiel Emotionen wie kein anderes transportiert oder sich als Kunst bezeichnen lassen würde, landet man fast immer bei Shadow of the Colossus. Es ist aber auch so wunderbar melanchonisch. Welches Spiel sonst strahlt schon diese Traurigkeit und Leere aus, wie diese völlig verlassene und trostlose Landschaft des verbotenen Landes.
Doch vor allem fasziniert an diesem Spiel, dass man keinen strahlenden Helden spielt, sondern einen verzweifelten, nur nach einem Ausweg sehenden, schwer verliebten und des Herzens gebrochenen Jüngling, dem jedes Mittel recht zu sein scheint, seine Liebe von den Toten auferstehen zu lassen. Die dazu notwendige Jagd nach den 16 Kollossen belastet uns als Spieler mit Schuld und einer Bürde, der man sich nicht entziehen kann, weil das Spiel durch die dezente Enthaltung einer Narrative uns keine Motivation an die Hand gibt, warum es denn legitim sei, diese beeindruckend schönen Ungetümer zu erlegen. Die riesigen Wesen haben keine Vorgeschichte, die es rechtfertigen würde, sie kaltblütig zu töten. Es gibt keinen Grund, ihnen böse Motive zu unterstellen – und das wichtigste: sie haben uns oder der Hauptfigur nichts getan. Doch "Wander", unser Protagonist, lässt uns keine Wahl als Spieler, Fragen können wir keine Stellen und es werden auch keine beantwortet.
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Geschrieben von: Daniel
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Montag, den 28. Mai 2012 um 09:13 Uhr |
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Wenn ich mal wieder in meiner traurig-zynischen "Warum spiele ich eigentlich diese doofen Videospiele"-Blase sitze und all die schrecklichen am Reißbrett entworfenen Produkte wie durch einen Zerrspiegel betrachte, dann versuche ich mich an vergangene schöne Momente in virtuellen Welten zu erinnern. Besonders gerne wandern meine Gedanken dann zu den ersten beiden Gothic-Teilen, die meine Sicht auf westliche Rollenspiele für immer geprägt haben. Die dreckige, aber schöne Welt, die fehlenden Stützräder beim Austüfteln der Spielmechaniken und die unangenehm hakelige Steuerung sind eingebrannte Werte in meiner DNA als Videospieler. Sie bringen mich immer wieder zurück an meinen ersten PC und die Erlebnisse in der Gefängniskolonie von Khorinis. Springen wir nun 11 Jahre in die Zukunft und ich sitze mit genau den gleichen Gefühlen vor meiner Xbox 360 und spiele die Enhanced Edition von The Witcher 2: Assassins of Kings.
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Geschrieben von: Arne
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Mittwoch, den 23. Mai 2012 um 08:00 Uhr |
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Kickstarter scheint zu einem Spielplatz für alte, unattraktive Männer zu verkommen und sich zumindest in der Rubrik "Videogames" immer mehr von der eigentlichen Grundintention zu entfernen. Inspiriert vom Erfolg eines Tim Schafer's mit seinem Projekt Double Fine Adventure fällt immer mehr sogenannten Branchenveteranen plötzlich ein, olle Kamelle aus dem Keller zu kramen und diese mit einer Hand voll Konzeptzeichnungen und einem netten Video an das Volk zu verramschen.
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Geschrieben von: polyneux
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Dienstag, den 22. Mai 2012 um 09:45 Uhr |
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Chris Hülsbeck, Videospiel-Musiker und Produzent, vor allem bekannt für seine Musikstücke zu Klassikern wie Turrican und Giana Sisters, Frühwerken wie To be on Top oder Amiga-Perlen wie Apidya ist heute im Polyneux-Podcast unser Interview-Partner. Zusammen mit seinen beiden Co-Produzenten Thomas Boecker (Gast in Folge 8) und Jan Zottmann berichtet er uns über sein aktuelles Projekt, die Turrican Soundtrack Anthology, welche auf Kickstarter organisiert und bereits erfolgreich finanziert wurde.
Da die meisten Polyneux-Autoren zu seinen Klängen ihre ersten Computerspielerfahrungen gesammelt haben (und vermutlich auch ein Großteil unserer Leser und Hörer), lassen wir Chris natürlich nicht so einfach nach dem Werbeblock verschwinden und stellen ihm noch einige Fragen zu Themen wie Musik machen zu 8Bit-Zeiten, den größten Unterschieden zu heute, was aus Factor 5 und seinem Star Wars-Ausflug in der USA geworden ist, ob er gerne Musik für Filme schreiben würde und vieles, vieles mehr.
Durch das Interview führen Christian und Manuel.
Tracklist:
_Turrican Medley
_Super Turrican II (Preview)
_Shades
_Symphonic Shades
_Z-Out (Theme)
_The Great Giana Sisters (Symphonic Medley)
_Blade of Fate (by Rudolf Stember)
_Easy Life (Native Vision)
_To be on top (Theme)
_The Great Giana Sisters (Theme)
_Noise of Lights (Merregnon Vol. 2)
Die Intro-/Outro-Musik stammt wie immer von Reilly Brown aka Mizuki's Last Chance. Musik-Beispiele im Podcast sind alle von Chris Hülsbeck himself.
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Geschrieben von: Stiftnürsel
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Sonntag, den 13. Mai 2012 um 11:25 Uhr |
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Achtung, es folgt zunächst eine Anekdote, die auf Erinnerungen basiert, die vermutlich keinerlei Fakten beinhalten. Ich weiß nicht, ob man mich damals belogen hatte oder alles den Tatsachen entsprach. Das ist aber auch gar nicht wichtig. Wer legt schon Wert auf die Wahrheit, wenn die Geschichte gut ist? Also los: Eines schönen Tages vor vielen Jahren (ich war noch jung und unvernünf... ich war noch jung) stattete ich einem Freund einen Besuch ab. Dieser empfing mich lachend und musste mir sofort erzählen, was ihn so amüsierte. Er hatte am Abend zuvor etwas im Fernsehen gesehen. Und zwar bei „Wolffs Revier“. Natürlich versicherte er mir zunächst, um seine Ehre als angesehener Außenseiter zu retten, dass er nur zufällig beim Durchschalten auf die gleich folgende Szene gestoßen war. Es ging um Videospiele. In welchem Zusammenhang? Weiß ich nicht mehr. Was ich aber weiß: Man spielte „Quake 3“. Im Fernsehen. Wahnsinn.
Dass „Quake 3“ gespielt wurde, war aber gar nicht so wichtig, geschweige denn witzig. Nicht das Was brachte meinen Freund zum Lachen, sondern das Wie. Man spielte nämlich mit einem Joystick. Ein paar vollkommen überdrehte, junge Klischeespieler saßen in einem heruntergekommenen Zimmer und spielten Quake 3. An einem PC mit Joystick. Sie wechselten sich dabei sogar ab. Landete einer einen Frag, freute er sich, die Gruppe rief „Yeah, Alter, geil!“ und ein anderer Typ war mit Spielen an der Reihe. Hier musste auch ich lachen. Schließlich spielten mein Freund und ich zu dieser Zeit selbst Quake 3. Nur nicht mit Joystick.
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