Polyneux spricht, Volume 5
Geschrieben von: polyneux   
Freitag, den 13. August 2010 um 01:04 Uhr

Illustration – Podcast

Wieder fanden sich drei Berufs-Polytiker in der realen Virtualität ein, um euch im dritt-kürzesten Polyneux-Podcast aller Zeiten (wohlgemerkt von bislang insgesamt fünf epischen Sülz-Festen) das Ohr abzunagen. Christian, Manu und Nille wagen einen Blick in die Kristallkugel und prophezeien, was uns in der kommenden Woche, während der Gamescom in Köln, erwarten könnte. Aber wir wären nicht Team Polyneux, und nicht umsonst erscheint diese Ausgabe des Podcasts am Freitag, dem 13., ginge nicht etwas vollkommen schief: Nilles Exemplar hatte anscheinend einen riesigen Sprung und Christian hat, statt in die Glaskugel, einfach nur ins Glas geschaut – Einzig Manu nervt uns schon seit Tagen auf Twitter damit, daß er mit einigen seiner Vorhersagen richtig lag. ;)

Hier ein paar Beispiele für unsere mehr oder weniger unzulänglichen Prognosen:

  • Nintendo wird, zu unserem Bedauern, auf der Gamescom leider weder den 3DS, noch den “Vitality Sensor” (und vermutlich auch keine angeketteten Hostessen) zeigen.
  • Irrational Games hat, ganz zur Freude von Manu, mittlerweile bestätigt, daß dort an einem “Bioshock”-Prequel gearbeitet wird.
  • Die PSP2 wurde zwar nicht angekündigt, doch es wurde bekannt, daß Sony, aller Wahrscheinlichkeit nach, an einem auf’s Spielen ausgelegten Android-Phone werkelt.

Obwohl die Realität unsere Voraussagen zum Teil bereits eingeholt hat, hoffen wir, daß ihr dennoch Spaß an unserer Unterhaltung haben werdet.

Flash-Player leider nicht verfügbar.

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Übrigens: Es bleiben nur noch zwei Tage bis unser großes Gewinnspiel endet. Wer noch einen der Preise einstreichen möchte, sollte sich also sputen.

 
Tate it!
Geschrieben von: Holger   
Donnerstag, den 12. August 2010 um 18:25 Uhr

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Die Geister des Internet sind sich uneins, wie man 'tate' richtig ausspricht. Die einen sagen 'täit', die anderen 'ta-teh'. Wozu ich tendiere? Scheissegal. Viel wichtiger ist die Bedeutung des Wortes unter Videospiel-Freunden: tate ist das Gegenteil von yoko, tate ist Spielen auf einem hochkant stehenden Fernseher. Endlich Vertikalscroller erleben, wie sie gedacht sind: vertikal. Ich habe mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt und mir einen schönen großen, stabilen und vor allem tate-baren Bildschirm geholt: einen Sony PGM 2950 Studiomonitor. Besser geht es nicht.* Der Monitor to end all Monitors. Die 29 steht übrigens für 29" und da es sich um eine Röhre handelt, ist man mit guten 60 kg dabei. Super.

 
Ein wohl verschwendetes Jahr (Band 2)
Geschrieben von: Puschel   
Montag, den 09. August 2010 um 08:00 Uhr

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Beim Durchstöbern einer durch die Zeiten gefallenen Forschungsstation sind uns diese Audiologs Notizen in die Hände gefallen(wer alle liest, bekommt das "too long; did read for another achievement"-Achievement).

13. Februar 2010
Boom Blox: Bash Party: Leider keine Party zum Ausprobieren des Mehrspielerteils an diesem Wochenende. Einzelspielerteil bisher im Wesentlichen wie bei Teil Eins. Einige neue Klötzchen, einige neue Bälle, bis jetzt aber auch erst bei 8 Prozent. Für die Goldmedaille braucht es pro Szenario zwei, drei Versuche. Einige Szenarien sind natürlich kniffliger. Eines der wenigen Spiele, das ich auch Kindern in die Hand drücken würde.
Tatsunoko vs. Capcom: Es bleibt unterhaltsam, obwohl mir die Moves noch immer nicht in allen Fällen gelingen. Zu den Besonderheiten (Comboaufbau etc.) sollte ich mich langsam auch mal schlau machen. Das Handheftchen hüllt sich da in Schweigen. Das wäre vielleicht auch mal einen Artikel wert: Handbücher damals und heute. Nach der Lektüre des Handbuchs zu Falcon konnte man zur Luftwaffe. Heute bekommt man dünne Heftchen mit dem Charme ausgebleichter Fotokopien, und das in Zeiten farbiger Tageszeitungen.
Dragon Age: Origins: Die herzensgute Heilerin verhandelt nicht mit Dämonen und kann so keine Blutmagierin werden. Muss wohl jemand anders ran.
Ach ja: Bioshock 2: ich habe es ja nicht, aber scheinbar ist es ein Spiel, das alles hat, was sich die Fans nach dem ersten Teil gewünscht haben. Offenbar ist es dadurch nicht besser geworden, oder?

 
"I wouldn't lie to you unless it was funny"
Geschrieben von: Daniel   
Freitag, den 06. August 2010 um 11:33 Uhr

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Ist schon eine komische Videospielewelt da draußen. Angeblich ist Ron “Monkey Island” Gilbert mit seiner Idee für DeathSpank bei allerlei Publishern abgeblitzt und musste schließlich nach Kanada gehen, um dort mit den Entwicklern der mittelerfolgreichen Penny Arcade Games an seiner Version eines Hack’n’Slay Spiels zu arbeiten. Irgendwann erbarmte sich schließlich EA mit seinem neuen Partnerprogramm DeathSpank ein wenig unter die Arme zu greifen und heute klatschen alle Nerds in die Hände über das neue Spiel eines alten Helden aus einer Zeit, als Adventures noch der heißeste Scheiß im Gamerregal waren. Doch wie schlägt sich nun der Mix aus Diablo und Humor hineingepresst in einen 1GB XBLA/PSN Download im Alltag? Schauen wir mal.

 
Ein wohl verschwendetes Jahr (Band 1)
Geschrieben von: Puschel   
Donnerstag, den 05. August 2010 um 08:00 Uhr

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Beim Durchstöbern einer überfluteten Raumstation sind uns diese Audiologs Notizen in die Hände gefallen(wer alle liest, bekommt das "too long; did read for achievement"-Achievement).

9. August 2009
Ich spiele einfach zu wenig...
Fat Princess: Die fette Prinzessin verharrt bei mir immer noch im Lag-Limbo, ich kann erfolgreich nur die Priester- oder die Sammlerklasse spielen. Bei den anderen, gezielter angreifenden Klassen, jage ich auf meinem Monitor immer nur Phantomen nach, die bei der entscheidenden Schadensberechnung schon wieder außerhalb meiner Reichweite sind. Das dämpft ein wenig meine Begeisterung. Es kommen inzwischen aber mehr Spiele zustande und ich sehe mehr Deppen, die ihre eigenen Leute in der Burg mit Bomben massakrieren und gegnerische Eis-Zauberer, die Dutzende Gegner einfrieren und dank Lag einfach nicht zu fassen sind. Rezension ist in diesem Zustand schwierig.
Ansonsten befreie ich weiterhin den Mars und versuche hinter die Rätsel der Zen-Pinball Tische zu kommen.

 
Mehr Limp Bizkit als Dredg
Geschrieben von: grobi   
Sonntag, den 01. August 2010 um 00:00 Uhr

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Ich bin ja ziemlich spät zu "Mass Effect" gekommen. Nachdem das Spiel als Nice Price dann doch noch seinen Weg in meine Konsole fand, habe ich sehr schnell festgestellt, dass ich selten zuvor ein Spiel gesehen habe, in welchem so ein wunderbares Drehbuch, mit großartig ausgearbeiteter Welt mit derart beschissenen Design-Entscheidungen kombiniert worden ist. Die Controllerbelegung ist stellenweise Folter, das GUI in so ziemlich jedem Aspekt einfach nur schlecht und die Copy-Paste-Level für die Nebenmissionen eine einzige freche Beleidigung. Der große rote Haupthandlungsfaden hat mich allerdings – mit Verlaub – derart weggeblasen wie schon lange nicht mehr. Natürlich liegt hier eine ganz deutliche Anwendung des Prinzips "besser gut geklaut, als schlecht selbst gemacht" zu Grunde, aber so ein Autorenteam muss auch erst mal in der Lage sein, aus bereits bekannten Versatzstücken ein neues, schönes, "großes Ganzes" zu basteln. Ich habe sehr schnell meine vielen Hüte vor dem Titel und seiner Inszenierung gezogen und hatte den Nachfolger bereits bestellt, als ich noch mitten in der Hauptstory steckte.

 
For teh win!
Geschrieben von: polyneux   
Freitag, den 30. Juli 2010 um 12:08 Uhr

Photo – Dreambox

Hey, Freaks! Ihr Hardcore-Zocker mit euren Konsolen mit ähnlichen Leistungswerten wie ein kleines Heizkraftwerk, wißt ihr eigentlich, daß man mit den Monstern aus Glas und Kupfer, über die normalerweise bewegte Bilder von Mario, Masterchief & Co. flimmern, auch andere Dinge anstellen kann? Fernsehen glotzen, zum Beispiel. Ich weiß, ich weiß, der Vergleich epischer Meisterwerke wie “Final Fantasy I-VII” oder, meinetwegen, “Half-Life 2” oder (euer Lieblingsspiel hier einsetzen) mit allerlei Reality-Soaps übelster Machart hinkt wie eine Marionette nach dem Zusammentreffen mit einer hungrigen Bieber-Meute. Die eingefleischten PC-Spieler unter euch werden hoffentlich noch nicht alle weiter geklickt haben – Handelt es sich bei euch um genau so süchtige Medien-Junkies, wie wir es sind, stehen die Chancen ganz gut, daß dem nicht so ist. Und schließlich kann man ja die wenigen Perlen im TV-Programm, die japanischen Samurai-Schinken aus den Sechzigern (“Kill!”), die unvergeßlichen, glamourösen europäischen Kultfilme (“Plein Soleil”), die bei Arte und 3Sat zu nachtschlafender Zeit gelegentlich laufen, auch aufzeichnen und auf den PC streamen lassen. Mit einer “DM500 HD” ginge das zum Beispiel.

 
About a Boy
Geschrieben von: Manu   
Mittwoch, den 21. Juli 2010 um 08:01 Uhr

Logo – LimboIch könnte es mir einfach machen und euch ohne schlechtes Gewissen im Imperativ zurufen: Kaufbefehl: Limbo!

Oder ich könnte es mir schwer machen, und in dieses kleine Downloadspielchen des dänischen Entwicklers Playdead mit dem bedeutungschwangeren Titel “LIMBO” eine verkopfte Parabel über Verlustängste, Überwindung der Einsamkeit, den Tod im Allgemeinen und der unendlichen Suche nach dem Seelenverwandten rein interpretieren. In der darauf folgenden Überlegung, ob Spiele nun Kunst sein wollen, können oder bereits sind, würde jedoch das eigentliche Spiel nur eine Randnotiz bleiben und das wäre nicht nur ungerecht sondern wirklich schade.

 
Falsch beraten
Geschrieben von: SpielerZwei   
Dienstag, den 20. Juli 2010 um 10:35 Uhr

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No More Heroes von Grasshopper Manufacture Inc. gehörte zu meinen absoluten Lieblingen des Jahres 2008. Das Nerd-Spiel von Suda51 hatte unbestritten ganz, ganz viele Macken in der Spielmechanik und dem Design. Es hat mich aber trotzdem von der ersten bis zur letzten Minute begeistert, weil es inhaltlich so clever und witzig mit der Metaebene „Spieler spielt Spiel“ hantierte und bei jeder sich bietenden Gelegenheit erfolgreich die Vierte Wand durchbrach. Dementsprechend hatte ich natürlich sehr hohe Erwartungen an den Nachfolger No More Heroes 2: Desperate Struggle. Und wie könnte es anders sein, ich wurde ziemlich enttäuscht. Um ehrlich zu sein, NMH2 ist sogar eines der ärgerlichsten Spiele, die ich dieses Jahr bisher spielen durfte...

 
Rocket in the Pocket
Geschrieben von: polyneux   
Samstag, den 17. Juli 2010 um 18:24 Uhr

Illustration – Rundenspiel

Wenn ihr diesen Artikel lest, könnten schon wieder eiskalte Regenschauer vor euren Fenstern wüten. Im Augenblick jedoch sitze ich trotz eines emsig die bleischwere Luft verquirlenden Ventilators mit Schnappatmung in einem Raum, in dem es nur marginal kühler ist als draußen, wo gerade der Asphalt schmilzt. “Wat geit meck dat an?”, mögen jetzt alle Besitzer eines eiskalten Kellers sagen… Aber auch die werden irgendwann das Haus verlassen und der gelben Fratze mit dem Namen ‘Sonne’ in ihr häßliches Gesicht blicken müssen. Mehr oder weniger das Letzte was man in diesem höllischen Klima tun möchte, ist die Multicore-CPU seines Boliden von einem Gaming-PC, ganz zu schweigen von der Xbox360, mehr Arbeit zu tun zu geben als das Starten eines einfachen Text-Editors. Da ist es doch wunderbar, daß die Wohltäter vom Weltkonzern-slash-Weltreligion ‘Apple’ mehrere verschiedene mobile Spielekonsolen für einen kleinen symbolischen Obulus abzugeben hat. Ruhe auf den billigen Plätzen! Nätürlich handelt es sich dabei um Spielekonsolen, für andere Dinge, abgesehen von Twitter und Telephonieren, kann man diese Dinger nicht ernstlich verwenden.

 
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