Riddle me this!
Geschrieben von: Netter älterer Herr   
Freitag, den 27. Juli 2012 um 08:00 Uhr

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Es ist schon eine heikle Gratwanderung, die Spieleentwickler zu vollziehen haben, wenn sie die Grenze zwischen Herausforderung und Frustration nicht überschreiten möchten. Dabei stellt sich Frustration mitnichten nur durch Über-, sondern auch durch Unterforderung ein. Letztere tritt dabei häufig unter dem Decknamen „Langeweile“ in Erscheinung. Längst wurden adäquate Mittel gefunden um den individuellen Frustrationsgrenzen der Spielerschar gerecht zu werden. Variable Schwierigkeitsgrade, Rücksetzpunkte, automatische Regeneration - der Erfindungsreichtum kennt nahezu keine Grenzen wenn es darum geht, dem Spieler das Leben schwer, oder eben auch leicht, zu machen. Doch es gibt Spielegattungen die sich nicht so einfach den Bedürfnissen Einzelner anpassen lassen. Oder es einfach nicht wollen. Sie konfrontieren das breite Publikum mit (hier bitte das Der weiße Hai Thema einspielen) DEM Schwierigkeitsgrad.

 
Blähdarm des Gemetzels
Geschrieben von: Stiftnürsel   
Dienstag, den 24. Juli 2012 um 14:09 Uhr

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Im Zusammenhang mit „Diablo 3“ möchte ich zunächst drei Worte nennen (und darum bitten, dieses Lied zu starten): Mörser, Elektrisiert, Geschmolzen. Das war die Elitegegner-Eigenschaftenkombination, die mich laut lachen ließ, während sich mein Mönch panisch kreischend auf der Flucht vor einer gemeinen Froschmeute befand. Was sollte er auch anderes tun? Begab er sich in den Nahkampf, fand dieser auf brennendem Boden statt (Geschmolzen). Landete er einen Treffer, entließen die Gegner einen Haufen kleiner Blitzwolken (Elektrisiert). Und rannte er weg, bewarfen sie ihn mit Feuerbällen (Mörser). Er rannte und rannte, während um ihn herum alles brannte und explodierte und zerblitzte. So ging das einige Minuten lang. Und ich musste die ganze Zeit über lachen. Meine Frau fragte sich bereits, was los war. Erklären konnte ich es ihr nicht. Ich stellte mir gerade vor, wie mein Held noch vor wenigen Minuten breitschultrig Neu-Tristram verlassen hatte, um die Welt zu retten. Wäre ihm heimlich jemand gefolgt und hätte gesehen, wie er hier von Fröschen verfolgt um einen Baum rennt, er hätte die Hoffnung aufgegeben. Als ich den letzten Frosch besiegt hatte, musste ich eine Pause einlegen. Mir tat der Bauch weh. Das war nicht die erste Situation, in der ich riesigen Spaß mit Diablo 3 hatte. Aber auf jeden Fall die Lustigste. Bisher. Ihr dürft die Musik jetzt übrigens wieder ausmachen.

 
Frauen im Weltraum
Geschrieben von: Zwerg-im-Bikini   
Samstag, den 21. Juli 2012 um 13:49 Uhr

Analogue

Heute schon über Sexismus in Videospielen gelesen?
Nein?
Dann wird es aber höchste Zeit!

Noch bevor dieses Thema große Wellen schlug, habe ich mich durch ein Spiel geklickt, das sich ausgerechnet mit der Unterdrückung von Frauen beschäftigt hat. Purer Zufall, glaubt mir. Aber vielleicht hat ja der Eine oder Andere gerade durch die Diskussion Lust darauf bekommen, sich einer solchen interaktiven Sci-Fi-Geschichte zu widmen. Dieser Tage nagt schließlich an vielen von uns nicht nur die Frage, ob blanke Polygonbrüste den Errungenschaften der Emanzipation im Wege stehen, sondern vor allem, wie wir unser Erspartes möglichst effizient bei den Steam Summer Sales dezimieren können. „Analogue: A Hate Story“ gibt’s gerade für sexy 4,99 € und es lässt sich gemütlich in wenigen Stunden durchspielen. Und auch wenn ich noch an einigen Stellen Verbesserungspotential sehe, kann ich nur jedem empfehlen, einen Blick in die Demo zu werfen. Wenn ihr gerne lest. Aber wärt ihr sonst hier?

 
What you see ain't what you get
Geschrieben von: Netter älterer Herr   
Mittwoch, den 18. Juli 2012 um 08:30 Uhr

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Se|xis|mus, der

1. Vorstellung, nach der eines der beiden Geschlechter dem anderen von Natur aus überlegen sei, und die [daher für gerechtfertigt gehaltene] Diskriminierung, Unterdrückung, Zurücksetzung, Benachteiligung von Menschen, besonders der Frauen, aufgrund ihres Geschlechts

2. etwas, was auf Sexismus beruht, sexistische Verhaltensweise

Ja, ich weiß. Schon wieder dieses leidige Thema. Und ich kann euch versichern dazu selbst schon genug gelesen, gehört und gesehen zu haben. Die Art, wie die jüngst wiederentfachte Diskussion um die Darstellung der Frau in Videospielen, ja in der gesamten Videospielindustrie, geführt wird, ist schlicht und ergreifend ermüdend. Warum gerade ich noch meinen Senf dazu geben möchte? Nun, weil der Anlass für die aktuelle Debatte kürzlich in ein neues Licht gerückt wurde. Doch von vorne.

 
Not everybody's Starling
Geschrieben von: polyneux   
Samstag, den 14. Juli 2012 um 09:00 Uhr

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altJingleball: Liebe Gemeinde. Ich weiß, dass ihr wisst, dass Lollipop Chainsaw für viele der letzte Scheiß ist. Und ich weiß, dass ich sehr schnell wusste, dass es bei mir anders ist. Und – Achtung! Achtung! – ich weiß nicht, ob ihr alle wisst, was wirklich doof an Lollipop ist, aber ich schätze euch so ein. Für manche scheint es ein Instrument des Bösen zu sein, ein mit Blut beflecktes Teufelswerk aus Japan, welches Frauen zur Fleischbeschauung ausgestopft in die Ecke stellt und alle dürfen mal anfassen. Viele denken an Hexenverbrennung, kochendes Wasser und rasselnde Ketten, vielleicht weil ihnen plötzlich bewusst wird, was für ein unkultiviertes Hobby sie haben, mit peinlichen Inhalten und dieses Spiel, dieser Schund, er ist ein Teil davon und – OH MY GOSH, sogar ein erfolgreicher! Aber keine Sorge, ich erzähle es nicht den verspießerten Nachbarn im Schrebergarten nebenan.

So. Und jetzt schreibe ich etwas, von dem ich weiß, das ihr es längst wisst – nämlich, dass Lollipop Chainsaw kein gutes Spiel ist…

 
Mass Effect 3 – Extended Cut
Geschrieben von: polyneux   
Donnerstag, den 12. Juli 2012 um 11:00 Uhr

SpielerZwei: Kennt Ihr den? Unterhalten sich zwei Mass-Effect-3-Spieler: „Sag mal, welches Ende hattest Du?“ – „Ich hatte das grüne. Und Du?“ – „Bei mir war’s blau.“ – „Hmhm...“

Ich fand die Original-Enden von Mass Effect 3 doof. Nicht weil sie mir zu pessimistisch waren oder ich den Tod von Shepard inakzeptabel fand, sondern weil sie in erster Linie eines waren: Blau, rot und grün!

Das Problem war nicht einmal, dass man sich am Ende für eine von drei finalen Auflösungen entscheiden musste, sondern dass sich die daraus resultierenden drei Endsequenzen im wesentlichen nur durch ihre Farbe unterschieden, obwohl die eigentlich zu treffende Entscheidung drei gänzlich unterschiedliche Lösungen des Reaper-Konflikts suggerierte. Hinzu kam, dass die Endsequenzen extrem schlampig ausgearbeitet und ebenso umgesetzt worden waren: Unzählige Logiklöcher in der Auflösung, keine entsprechende Einbeziehung meiner über drei Spiele hinweg getroffenen Entscheidungen und viel zu viele offene Fragen, mit denen der Spieler am Ende alleingelassen wurde. Das war vor Allem aus handwerklicher Sicht einfach totaler Mist.

 
In der Truhe liegt die Kraft
Geschrieben von: Zwerg-im-Bikini   
Freitag, den 06. Juli 2012 um 20:00 Uhr

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Ich hasse nichts mehr als Frauenklischees. Man hört oft, der Traum einer jeden Frau sei ein begehbarer Kleiderschrank für ihre Massen an ungetragenen Shoppingtrophäen. Was ein entwürdigender Schwachsinn! Mein einziges Paar neutralschwarzer Turnschuhe wird so lange getragen, bis meine Mutter mir androht, zu meinem Geburtstag mit mir einkaufen zu gehen. Ich will mir morgens gar nicht den Kopf darüber zerbrechen, was ich anziehe. Schließlich gibt es so viel wichtigeres, dem ich meine Zeit widmen möchte. Aktuell wären das zum Beispiel meine ausgedehnten Wanderungen mit Voodina durch Sanktuario.

 
Diabolisches Ebay
Geschrieben von: SpielerZwei   
Dienstag, den 03. Juli 2012 um 06:00 Uhr

Wenn ich mir die tollen Bewertungen und mehrseitigen Abfeier-Specials in der Fachpresse so anschaue, dann muss ich mich unweigerlich fragen, ob ich vielleicht irgendetwas falsch mache. Warum kann ich als Laie Diablo 3 nicht so lieben, wie es offensichtlich die Berufsjournalisten tun? Habe ich es vielleicht ganz falsch gespielt? Oder bin ich nur zu blöd, das zu erkennen, was die Experten zu ihren hohen Wertungen bringt? Und dabei wollte ich das Spiel wirklich lieb haben. Mindestens so lieb wie die beiden Vorgänger, wenn nicht noch mehr. Und Blizzard mag ich ja eigentlich auch. Ok, ich bin einer der wenigen WoW-Ignoranten auf diesem Planeten, aber ansonsten mochte ich bisher jedes ihrer Spiele. Alles hätte so schön werden können...

Aber leider ist das Gegenteil der Fall. Bevor jetzt wieder gewisse Leute messerwetzend direkt zum Kommentarfeld runterscrollen ohne den nachfolgenden Text überhaupt gelesen zu haben, will ich noch schnell eines klarstellen: Ich finde das Spiel nicht scheiße. Also, zumindest nicht komplett scheiße. Für sich allein betrachtet und einige Begleitumstände einfach mal außer Acht gelassen, ist D3 eine gewisse Zeit lang eigentlich ganz unterhaltsam. Wenn man mal von gewissen, ähm, „Problemchen“ absieht, hat Diablo 3 eigentlich nur ein richtiges Problem. Und das heißt Diablo 2.

 
Utopia
Geschrieben von: Scheinprobleme   
Freitag, den 29. Juni 2012 um 06:00 Uhr

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Mein lieber Sohn,

neulich hast Du mich gefragt, wie das damals war mit den Computerspielen und wie es passieren konnte, dass alles in einer 3-Spiele-Gesellschaft endete. Die Entwicklung geschah so schleichend und subtil, direkt unheimlich. Aber ich werde versuchen, es Dir in diesem Brief zu erklären.

Es war vor 15 Jahren, Du warst süße 2 Jahre alt und hast gerade Dreiwortsätze gelernt: "Bitte Katzen Computa!" An den Katzen hat sich ja bis heute wenig geändert. Nun, Anfang der 2010er Jahre gab es die strikte Trennung in Spielergruppen, wie wir sie heute kennen, noch nicht. Damals war einfach jeder ein Gamer, der sich mit digitalen Spielen beschäftigte. Sei es nun am Computer oder an einer "Konsole", so nannten wir die Brain-Axe (Brainaccessors) damals. Wir feierten die Möglichkeit, am Fernseher und Handy, hm nein Moment - ich glaube, das hieß schon Smartphone, per Skype mit der ganzen Welt telefonieren zu können. Kann man sich heute kaum noch vorstellen, dass wir wirklich mit dem Telefon an ein "Festnetz" angeschlossen waren oder? Die Möglichkeit, YouTube am Fernseher zu streamen, hielten wir für die größte Entdeckung seit Erfindung der Kaffeemaschine und nutzten beides gleichermaßen exzessiv. Damals schauten wir unsere Trailer übrigens noch in HD, nicht in HHD+. Aber ich schweife ab, liebe mich bitte trotzdem!

 
Polytalk: Sexismus
Geschrieben von: polyneux   
Dienstag, den 26. Juni 2012 um 20:58 Uhr

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alt Stiftnürsel: Wollt ihr mal meinen Nürsel sehen?

alt SpielerZwei: Meiner ist größer!

alt Jingleball: Männer.

alt Chris: DU SEXISTIN!

 
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