Der Moment des Monats 10-02
Geschrieben von: polyneux   
Donnerstag, den 04. März 2010 um 10:42 Uhr

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Haben Sie auch genug vom ständigen Gemecker quer durch alle Medien? Wenn ihr Arbeitskollege über Überstunden tweeted, Oma neue Bilder vom offenen Bein bei Facebook hochlädt und selbst Ihr Lieblingsblog Sie irgendwie total negative Schwingungen spüren lässt, ey, dann braucht man Aufbauung. Mal ne schöne Nachricht. Streicheleinheiten für die Seele. Muddis Pudding. Oder halt den Moment des Monats, in dem wir und Ihr das Gute an Spielen teilt. Des Februars Fun-Funken, der den Spielspaß-Span zum Glücksglimmen bringt, so dass wir uns alle gemeinsam am prasselnden Dauer-Feuer wärmen können. Und bitte.

[Disclaimer: Wer Angst vor Spoilern hat, sollte diesen Beitrag unbedingt meiden, da hier logischerweise das eine oder andere verraten wird!]

 
Alle haben Eis gern
Geschrieben von: Nille   
Mittwoch, den 03. März 2010 um 01:09 Uhr

Casual Connect 2010Dass der Markt für Casual Games groß ist, war für mich schon länger kein Geheimnis mehr: Euphorische Erfolgsmeldungen aus der Branche kann man beinahe täglich lesen, es existieren viele auf diesen Markt spezialisierte Publikationen sowie ein eigener Verband, der die Interessen der Entwickler und Verleger von Flash-, Browser- und Download-Spielen vertritt. Von Zeit zu Zeit staunt man darüber, dass extrem simpel gestrickte Titel wie “FarmVille” ein zweistelliges Millionenpublikum finden, dass Facebook und iPhone sich wie aus dem Nichts zu ernstzunehmenden Spiele-Plattformen gewandelt haben und, vielleicht zum ersten Mal seit dem Aufkommen von Konsolen mit 3D-Grafik, glaubhaft als das nächste große Ding gehandelt werden.

 
und ... Jetzt! Lies! Mich!
Geschrieben von: polyneux   
Sonntag, den 21. Februar 2010 um 17:00 Uhr

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altPuschel: Ganz toll, nach all den internen Eingeständnissen, dass den Polynesen Achievements am Arsch vorbei gehen, jetzt noch so ein Artikel. Ich schlage als nächstes Thema Quick Time Events vor. Die hasse ich mit unverfälschter Inbrunst. Ihr mögt sie bestimmt auch nicht, aber wenn ihr euch so zurückerinnern werdet, dann waren doch einige gute Spiele dabei, und ... im Prinzip sind sie ja nicht so schlecht ... vielleicht sollte man doch eine PS3 für Heavy Rain ... oder doch God of War 3 ...

 
Der lange Weg zum Metal God
Geschrieben von: Daniel   
Freitag, den 19. Februar 2010 um 11:56 Uhr

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Bei polyneux sind ja gerade Achievementwochen und da bietet es sich doch an, von meiner letzten Gamerscorejagd zu berichten. Ziel war das Metal God Achievement von Brütal Legend. Nachdem ich das Hauptspiel mehr oder weniger begeistert beendet hatte, scrollte ich durch die noch unerreichten Erfolge und las die kurze Beschreibung: "Achieve 100% completion on the stats screen." Kein Problem, dachte ich, da hast du ja schon 80% erreicht, das wird ganz locker, da kommt ja jetzt nicht mehr viel, das bekommst du doch mit links gewuppt, los geht's, rock'n'roll motherfuckers ...

 
Numerologie für Nerds
Geschrieben von: grobi   
Mittwoch, den 17. Februar 2010 um 11:00 Uhr

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Die Diskussion in den Kommentaren zu unserem letzten Gemeinschaftsartikel war für mich inspirierend genug, einen eigenen Artikel dazu in die Tasten zu hauen. Ich finde ja die XBox-Live Achievements besonders interessant, wenn sie nicht nur unoriginell den Spielfortschritt beschreiben (wie das zum Beispiel zu geschätzten 80% bei Fallout 3 der Fall ist), sondern wenn sie im Rahmen der Spielwelt zum Experimentieren abseits der eigentlichen Spielmechanik einladen. Grand Theft Auto 4 und seine beiden Addons liefern hier für mich eine Handvoll sehr guter Beispiele - die mir aber auch nicht weit genug gehen, was den Experimantalfaktor angeht. Streichen wir die üblichen Multiplayer-Achievements, die reine Offliner wie ich einfach mal pauschal doof finden. Dann sind da noch ein paar richtig einfallslose Aufgabenstellungen wie die 180 Punkte beim Dart oder der 3er-Strike auf der Bowlingbahn. Ich stehe diesen rangeflanschten Minispielchen ohnehin eher skeptisch gegenüber, GTA wird dadurch mit nutzlosem Blödsinn überladen. Diese Dinge durch Achievements mit Bedeutung aufzuladen, funktioniert für mich also nicht.

 
Happy Hardcore
Geschrieben von: Nille   
Montag, den 15. Februar 2010 um 01:24 Uhr

Screenshot — VVVVVVNach 10 verbrauchten Leben war ich voller Zuversicht, gleich im nächsten Anlauf die korrekte Strategie zu finden, danach würde ich vielleicht noch höchstens drei oder vier Versuche benötigen, um meinen Plan in die Tat um zu setzen, und schon hätte ich den Raum geschafft. Nach 30 verlorenen Leben waren die einzigen Gedanken, die mir noch im Kopf herum schwirrten, folgende: “So müßte es doch… Nein, aber vielleicht so… Und wenn ich nun… Das hat zwar vor fünf Minuten schon nicht geklappt, doch möglicherweise…”. Nach 60 erfolglosen Anläufen fand ich den treibenden Chiptune-Sound der Hintergrundmusik plötzlich garnicht mehr so toll und hatte das unbestimmte Gefühl, die sich ständig wiederholende Melodie würde mich auf eine subtile Art und Weise verhöhnen und lächerlich machen. Nach 90 kläglich gescheiterten Versuchen war das Zimmer erfüllt vom lauten Geräusch auf einander knirschender Zähne, ich machte mir ernsthafte Gedanken darüber, wie viele neue graue Haare mir in den vergangenen Minuten gewachsen waren und hatte das Gefühl, gleich mit Blaulicht, Sirene und Herzinfarkt ins Krankenhaus gefahren werden zu müssen. Nach 120 katastrophalen Stürzen ins Nichts lag ich sabbernd in Fötenhaltung auf dem Sofa. Bis…

 
Same procedure as…
Geschrieben von: polyneux   
Freitag, den 12. Februar 2010 um 15:00 Uhr

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altPuschel: Wir hetzen ja stets dem neuesten Titel hinterher, um dann den soeben erhaltenen Eindruck sofort wieder mit dem nächsten Spiel zu verwischen. Ich weiß, das sind die unverstandenen Leiden des Konsumübersättigten. Die "goldenen Zeiten" setze ich entsprechend mit der Zeit des Hungers gleich, in der ich nur die Auswahl zwischen fünf Spielen hatte, die bis zum Erbrechen gespielt werden mussten, weil einfach nichts anderes da war. Gibt es solche Spiele heute auch noch? Titel, die man auch noch ein zehntes oder zwanzigstes Mal aus dem Regal nimmt? Multiplayergemetzel, die aufgund der Mitspieler jedes Mal etwas anders ausgehen? Fighting Games, ebenfalls dank des Faktors Mensch? Fallout 3 als Bösewicht, um die andere Hälfte der Gesprächsbäume in Aktion zu erleben? Freecell, weil es immer da ist? MMOs, weil ich dort mit meinen Gildenmitgliedern über Kartoffelsalatrezepte diskutieren kann?

 
Portal – Ocarina of War
Geschrieben von: Holger   
Samstag, den 06. Februar 2010 um 13:00 Uhr

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Viele Leute, die in der Vergangenheit behaupteten, man könne Krieg nicht spielen, sind nun eines Besseren belehrt. In Vigil Games' Darksiders reitet Krieg auf Ruin durch die Gegend und verspritzt Dämonenblut im vierstelligen Liter-Bereich. Krieg ist einer der 4 Reiter der Apokalypse und ziemlich gereizt (siehe Dämonenblut).

Um was es in Darksiders geht, dürfte inzwischen jedem Interessierten geläufig sein, deshalb möchte ich in diesem Text mehr auf spielmechanische Aspekte eingehen. In diesem Zuge wird es sich nicht vermeiden lassen, ein paar Dinge zu spoilern. Wer Darksiders noch auf seiner Liste stehen hat, liest ab jetzt auf eigenes Risiko.

 
Der Moment des Monats 10-01
Geschrieben von: polyneux   
Mittwoch, den 03. Februar 2010 um 01:00 Uhr

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Es gibt wahrscheinlich ungefähr drei Gründe, warum man Videospiele spielt. Möglicherweise will man seine Zeit totschlagen und hat keine Lust auf Passiveres oder Aktiveres . Vielleicht wird man dafür in China schlecht bezahlt. Aber eventuell, und ich hoffe eingehend, dass das auf die meisten hier drin und da draußen zutrifft, geht es auch um das Erlebnis, das Abenteuer, die Höhen und die Tiefen, die die Höhen erst ermöglichen, um knapp verpasste Siege und irgendwie noch verhinderte Niederlagen, um Risiken, Strategien und Glücksgefühle, um Pwning und Uberskill, wahnhaftes Erzschurkenlachen und Maidentränen. Kurz, wir spielen Spiele für die großen Momente, die in allen guten und vielen schlechten Spielen vorkommen, seien es vom Spieldesigner gewollte, wie dramatische Storywendungen oder wahnsinnig gutes Panoramadesign, oder die, die der Spieler selber zwischen sich und dem Spiel herstellt, die Geschichten, die zwischen den Icons entstehen, zwischen Physikengine und KI-Aussetzer. Wie auch immer ihr auf diese Momente reagiert - Beckerfaust, Tränchen, lautstarkes Gefeier via Voicechat - wir fühlen sie alle. Und wir wollen sie teilen. Und ich hoffe, ihr auch. Hier. Heute. Und ab jetzt jeden Monat. Scheiße, irgendwie kling ich jetzt wie das Editorial der GEE.

 
Red Siedler Cell: Conviction 2
Geschrieben von: Nille   
Montag, den 01. Februar 2010 um 10:01 Uhr

Screenshot – Red Steel 2

Ich sei ja in der kurzen Zeit, die mir zum Anspielen von “Red Steel 2” zur Verfügung stand, ganz schön weit gekommen, meinte vorgestern einer Woche Jason VandenBerghe, seines Zeichens Creative Director bei Ubisoft. Na gut, es ist nicht unwahrscheinlich, daß diese Äußerung ein Teil der Präsentation war, die er vermutlich schon so häufig gehalten hat, daß er sie auswendig im Schlaf aufsagen kann. Nichtsdestotrotz kam ich mit der Steuerung von “Red Steel 2” erstaunlich gut klar, und das sage ich als jemand, der in “Mario Kart” in jeder Steuerungsvariante ausschließlich den letzten Platz belegt, der in “NSMBWii” ständig alle Leben verspielt, der im Vergangenen Jahr auf der Gamescom nicht einmal das erste Level von “Mini Ninjas” geschafft hat, nie weiß, in welche Hand denn eigentlich die Wiimote und in welche der Nunchuck gehört. Anders als in manch anderen Konsolenspielen, haben sich die Entwickler von “Red Steel 2” bei der Tastenbelegung erfreulich stark zurückgehalten: Mit “A” blockt man und führt Aktionen aus, mit “Z”, dem Trigger des Nunchucks, wendet man sich, sehr praktisch, dem nächsten Gegner zu und mit “B” feuert man eine der vier Schußwaffen (Colt, Schrotflinte, Maschinengewehr und Winchester) ab, die man zuvor mit dem Steuerkreuz angewählt hat. Ansonsten gilt es einfach nur, kräftig auszuholen und zuzuschlagen, um den Gegnern, die einem ans Leder wollen, eine gehörige Abreibung zu verpassen.

 
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