Ryu ga Gotoku 2
Geschrieben von: Daniel   
Dienstag, den 04. November 2008 um 07:03 Uhr

Was ist das eigentlich für ein kleiner schwarzer Kasten unter meinem Fernseher? Der neben dem DVD Player und der riesigen Xbox 360? An der rechten Seite ist so eine rote Lampe und die leuchtet im Dunkeln immer so schön. Liegt auch eine Menge Staub drauf. Vorne kommt ein Kabel raus und verschwindet unter dem TV Tisch. Vielleicht sollte ich da mal dran ziehen. Pfui, ein noch viel mehr verstaubter Controller kommt zum Vorschein. Was steht da? S und O und ein N und zum guten Schluss ein Y. Etwas kleiner darunter steht noch Play und Station. Sony Spielstation. Wartet mal. Ist Sony nicht die Firma mit dem Gewinneinbruch von 90%. (Haha!) Dann muss diese PlayStation wohl aus der früheren goldenen Zeit stammen. Nach den Hieroglyphen (PS2) auf der Oberseite des kleinen Kästchens zu urteilen, scheint dies die zweite Version zu sein.
Huch, und was ist dass denn hier? Yakuza 2? Wo kommt das denn auf einmal her? Ein Videospiel für diese ominöse in die Jahre gekommene Konsole? Da ist aber ein schöner roter Sticker drauf. “Keine Jugendfreigabe Gemäß § 14 JuSchG”. Das schauen wir uns doch mal genauer an.

 
Explorer
Geschrieben von: Nille   
Mittwoch, den 29. Oktober 2008 um 08:28 Uhr

Es folgt nun der Wetterbericht für die dritte September-Woche 2011:

Die Großwetterlage in der Zone entspricht, entgegen anders lautender Vorhersagen, keineswegs durchgehend klarem Himmel und Sonnenschein. In den Randgebieten der radioaktiv verstrahlten Zone um den im Jahr 2006 zum zweiten Mal explodierten Tschernobyl-Reaktor, in den Sümpfen, fegen in den nächsten Tagen mehrere Hitzewellen mit Höchsttemperaturen um die 900°C hinweg. In dem feuchtwarmen Klima muss man sich also ausnahmsweise wenig Gedanken über Mückenschwärme, die in stark radioaktivem Schlamm geschlüpft sind und sich unter Umständen vom Blut der mutierten Wildtiere ernährt haben, machen. Man sollte es jedoch zu seiner eigenen Sicherheit vermeiden, draußen längere Ausflüge mit der dort ansässigen S.T.A.L.K.E.R.-Fraktion der Wissenschaftler, die sich Clear Sky nennt, zu unternehmen, wenn man keine Immunität gegenüber den heftigen und in der Regel tödlichen Eruptionen des Wunschbringers aus dem Kern des Reaktors besitzt. In Bodennähe ist mit dem stellenweisen Auftreten von Knall-Anomalien zu rechnen, wir empfehlen daher, sich, Schraubenmuttern werfend, höchstens mit Schrittgeschwindigkeit fortzubewegen.

 
Das Ninja-Geschäft war früher auch mal entspannter
Geschrieben von: grobi   
Sonntag, den 26. Oktober 2008 um 06:45 Uhr

Ich bin zu alt für diesen Scheiss. Naja, genauer gesagt bin ich zu langsam und mein Hirn ist nicht in der Lage, aus einer riesigen Bandbreite von Knopfdrückmustern mit der Komplexität von Atombombensimulationsalgorithmen innerhalb weniger Mikrosekunden genau das zur aktuellen Kampfsituation passende Knopfdrückmuster herauszufischen. Meine grauen Zellen wählen dann sofort den Weg des geringsten Widerstands und lassen meine Finger in einer vollständig randomisierten Reihenfolge auf die Padbuttons hämmern. So wie bei Tekken. Manchmal führt das auch zum Erfolg. So wie bei Tekken. Meine Unfähigkeit, dieses Spiel (dessen Namen ich noch erwähnen werde) zu beherrschen, lässt sich unter den allergröbsten Umständen vielleicht auf mein Alter zurückführen. Vielleicht aber auch nicht.

 
Die Angst des Sklaven vor dem, was er nicht kennt
Geschrieben von: SeniorGamer   
Freitag, den 24. Oktober 2008 um 06:37 Uhr

Wenn man, vor allem in den letzten Wochen, diverse Diskussionen zum Thema DRM verfolgt hat, kann man bei manchen Teilnehmern der Diskussion eine ganz bestimmte Haltung ausmachen. Es ist die Haltung derjenigen, die zwar rein rational die Argumente von DRM-Gegnern nachvollziehen können, ab und an sogar zustimmen, die aber trotzdem den letzten Schritt nicht gehen wollen. Der letzte Schritt, der in einem Boykott, in einem strikten Kaufverzicht eines mit DRM versehenen Produktes besteht.

Ich gebe zu, ich übertreibe mit den folgenden Zeilen maßlos. Ich verallgemeinere und simplifiziere und spitze zu, wie man dies normalerweise nur macht, wenn man die Massen mit populistischen Thesen aufhetzen möchte. Dennoch ist es mir ein tiefes Bedürfnis die folgenden Zeilen zu verfassen. Ich WILL hier ein Pamphlet ablassen! Quasi die Predigt zum Wochenende.

 
Kane's Creed: Skate Club II
Geschrieben von: SpielerDrei    
Donnerstag, den 23. Oktober 2008 um 15:51 Uhr

Gestern, als ich dank Beobachtungsgabe und cleverer Auswahl am Süßigkeitenautomaten zwei Bounties für den Preis von einem einsackte, kam mir der Gedanke, dass das Leben viel schöner wäre, wenn alles nur halb so teuer wäre. Nur wenige Stunden später wurde mir klar, dass ich den gleichen Effekt hätte, verdöpple ich mein Einkommen. Also rief ich bei meinem Chef an und fragte, ob ich nicht ab jetzt doppelt so viel Gehalt kriegen könnte. "Klar", bellte SpielerZwei in seiner besten R. Lee Ermey-Imitation, die er immer benutzte, wenn er sympathisch wirken wollte, "aber dann musst du auch doppelt so viel schreiben." "Ach, so lang die Qualität darunter leiden kann..." bonmote ich, was SpielerZwei mit einem krähenden Lachen beantwortete, ein interessanter pawlowscher Reflex, der stets auftritt, wenn mein Name im Zusammenhang mit Qualität genannt wird.

 
Farbrausch Evolved
Geschrieben von: Christian   
Dienstag, den 21. Oktober 2008 um 06:26 Uhr

Die menschliche Wahrnehmung weiß uns doch immer wieder auf’s Neue zu überraschen. Als wäre es nicht schon faszinierend genug, dass wir in Büchern mit bunten Kaleidoskop-Mustern plötzlich dreidimensionale Objekte zu sehen glauben, uns durch optische Spielereien entzücken lassen oder dazu in der Lage sind, uns Ideen, Gedanken und andere Menschen schönzusaufen… Nein! Aus irgendeinem - mir nach wie vor absolut unerfindlichen und völlig unerklärlichen - Grund, sind wir darüber hinaus sogar in der Lage, dieses Ding, was uns da unter dem Namen Geometry Wars 2 verkauft wird, auch wirklich und wahrhaftig als Spiel zu begreifen und anzunehmen. Ausgerechnet dieses unheimliche Farbchaos, das auf den ersten, zweiten, dritten und vierten Blick absolut unspielbar aussieht und jeden Menschen, mit auch nur dem allergeringsten Hang zu epileptischen Anfällen, wahrscheinlich auch noch im allertiefsten Tiefschlaf als alptraumhafte Vision heimsuchen dürfte. Was jedoch das Allerfaszinierendste an Geometry Wars 2 ist: Man kann es tatsächlich nicht nur ohne weiteres spielen, sondern es macht auch noch regelrecht süchtig. Verdammt süchtig sogar.

 
Von Legenden und Menschen
Geschrieben von: SeniorGamer   
Sonntag, den 19. Oktober 2008 um 06:23 Uhr

Los, gebt es ruhig zu. Auch ihr habt fast zwei Jahre lang jedes Quentchen an Information über Spore aufgesaugt und manisch verfolgt. Auch ihr habt Euch nur beim Gedanken daran, dass Will Wright aller Wahrscheinlichkeit ein neues Meisterwerk des Gamedesigns schaffen wird, fast ins Höschen gemacht. Weil, hey, Will Wright! Come on! Kann doch nix schiefgehen! Will Wright!! YESS!

Doch als vor einigen Wochen statt "Spore", der angekündigten Apotheose von Wills unbändiger Kreativität, "Bore", der Triumph der massenkompatiblen Belanglosigkeit und des schnöden Umsatzmaximierens, in den Läden erschien, sollte wohl jedem klar geworden sein, dass Will Wright, die letzte der großen Gamedesigner-Legenden, dass selbst Will Wright auch nur ein Mensch ist, der zwar zehn, fünfzehn Jahre lang zur richtigen Zeit am richtigen Ort die richtigen Dinge getan hat, dessen Zeit nun aber abgelaufen ist.

 
Was bisher geschah...
Geschrieben von: SpielerZwei   
Mittwoch, den 15. Oktober 2008 um 06:32 Uhr

Letztes Jahr stand ich, zumindest im Kreise der deutschsprachigen Spieleblogs, mit meiner positiven Haltung gegenüber Crysis ziemlich alleine da. Dabei war das zweite Spiel von CryTek wirklich ein Shooter aus dem Bilderbuch: Atemberaubende Grafik, gute KI, routiniertes Handling, überzeugendes Leveldesign und, das war das größte Novum gegenüber FarCry, eine gut erzählte, wenn auch klischeebehaftete Story. FPS-Fan, was willst Du mehr?!

Aber die meisten Leute hatten nichts besseres zu tun, als über die Hardwareanforderungen des Spiels zu jammern und es deshalb zu dissen. - „Was für ein Skandal! Ein Referenz-Ego-Shooter, der einen dicken Rechner erfordert, um zu voller Pracht aufzulaufen! Das gab es ja noch nie!" - Mein Gott, habe ich mich seinerzeit über das affektierte Gequatsche aufgeregt. Es ist doch spätestens seit Doom (1993) immer schon so gewesen, dass man für die Glanzlichter des Genres entsprechende Pferdestärken im PC-Gehäuse haben muss, um diese voll genießen zu können. Auf welchem Planeten haben die ganzen Crysis-Meckerer eigentlich die letzten 15 Jahre verbracht...?

 
Nicht mal Tracer Tong kennt Iji
Geschrieben von: Nille   
Samstag, den 11. Oktober 2008 um 06:18 Uhr

Mit meinen Präferenzen für Videospiele verhält es sich ähnlich wie bei meinen persönlichen Film-Vorlieben. Einerseits liebe ich unabhängig und mit relativ einfachen Mitteln produzierte Gore-Feste, Sci-Fi-Visionen in eine abgedrehte düstere Zukunft und abstruse Charakter-Darstellungen, auf der anderen Seite komme ich schwer an einem Heist-Film vorbei, der zwar mit einem langweiligen, schon hunderte Male recycletem Plot, aber auch mit halbstündigen Schießereien mit riesigen Knarren, ramboesken Explosionen, Sport-Taschen voller Dollar-Bündel, Verfolgungsjagden mit monströs großen, Sprit schluckenden Ami-Karren und Jennifer Lopez’ Hintern aufwartet.

 
Sim des Lebens
Geschrieben von: Nille   
Samstag, den 04. Oktober 2008 um 05:37 Uhr

Nicht erst nach 15 Stunden Zell-, Kreaturen- und Stammesphase, sondern gleich zu Beginn des Spiels dürfen die Spielerinnen und Spieler Planeten terraformen: Die Topologie anpassen, Wüsten, tropische Inseln, Flusslandschaften oder Hochgebirge schaffen. Man kann sein Wunsch-Klima einstellen, Niederschlagsmenge, Temperatur sowie deren lokale und jahreszeitliche Variationen. Wer mag, kann sich einen Streichelzoo mit festen, unerschöpflichen Nahrungsquellen oder aber eine schroffe Landschaft mit harschen Lebensbedingungen wie unpassierbaren Hindernissen, vielen Mutagenen, Giften und ausgelaugtem Boden erbauen, in der tatsächlich nur die fittesten Tiere und Pflanzen überleben.

Ok, bevor auch die letzten Leserinnen und Leser genervt weiter geklickt haben und verdient auf irgendwelchen populären Schrott-Seiten wie kotaku gelandet sind, weil sie dachten, es ginge hier zum siebenundzwanzigsten Mal um Spore: Es geht nicht um Spore, zumindest nur am Rande, um zu demonstrieren, welch riesiges Potential dort den Bach herunter gegangen ist. ;) Wer das rare Vergnügen hatte, Mitte der Neunziger, auf einem Mac, in Farbe, diesen Maxis-Titel zu spielen, ahnt, dass es sich hier nur um ein Spiel, welches viel eher den Beinamen "SimEverything" verdient hätte, handeln kann: SimLife von 1992, erschienen für DOS, Win3.1, Mac und Amiga, nur leider nicht für den ST.

 
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