Warum Skyrim ein zu großes Spiel ist
Geschrieben von: Daniel   
Freitag, den 10. Februar 2012 um 09:15 Uhr

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Ich kann nicht mehr. Ich weiß, dass es noch so viele Höhlen und Katakomben zu erforschen gäbe. So viele Kampfschreie habe ich noch nicht gelernt und so viele Drachen fliegen noch durch Himmelsrand, aber es geht nicht mehr. Nach 35 Stunden mit meiner magisch begabten Hochelfin und weiteren 45 Stunden an Seite einer schleichenden Waldelfin bin ich komplett ausgebrannt.

(Es folgen kleinere Spoiler aus verschiedenen Quests und der Hauptstory von Skyrim. Weiterlesen auf eigene Gefahr.)

Zunächst war Skyrim eine wahnsinnig berauschende Welt, in der ich mich komplett verlor. Da gab es Wälder und Flüsse und Berge und Steppen und Schnee und Meer und Eisschollen und Schmetterlinge. All das hing so malerisch aneinander und dazwischen unterhielt ich mich noch mit ein paar steifen Puppenfiguren und meuchelte allerlei Ungetier mit Feuerbällen und Pfeilspitzen. Nachdem die erste Begeisterung für das ziellose Herumwandern abgeklungen war, kümmerte ich mich vermehrt um die eigentlichen Hauptquests. Als Magierin galt meine Aufmerksamkeit zunächst der Akademie von Winterfeste. Eine Aufgabe folgte der nächsten, nebenbei half ich noch dem einen oder anderen Novizen in der Zauberburg, bis ich schließlich selbst Erzmagier und damit Oberguru der Akademie wurde. Trotz oder wegen des vermehrten Einsatzes der Quick-Travel-Funktion erschien die Welt plötzlich nicht mehr ganz so spannend und die Eintönigkeit der Aufgaben wurde immer deutlicher. Gehe nach Ort A, töte alle Anwesenden, sammle Objekt B ein und kehre damit an Ort C zurück. Natürlich verschleierte das Spiel die Grundaufgabe mit einigen Varianten und Kreuzungen, aber das Prinzip blieb doch immer gleich. Obwohl ich versuchte, möglichst wenig durch andere Aufgaben abgelenkt zu werden, verbrachte ich zwei gute Abende allein mit dieser Questreihe.

Nach den Magiern richtete sich mein Augenmerk auf die feine Kämpfergruppe der Gefährten. Auch bei ihnen durfte ich viele Dinge von Höhle A nach Keller B tragen. Irgendwann aber wollte niemand mehr so recht mit mir sprechen. Eine verfeindete Gruppe hatte das Haupthaus der Gefährten angegriffen und alle waren sehr aufgebracht, doch niemand wies mir den Weg. Ich vermutete das Schlimmste und eine kurze Internetrecherche bestätigte meine Befürchtungen. Ein Bug hielt meine treuen Gefährten gefangen und verhinderte jede Fortführung meiner Bemühungen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren auch hier wieder viele Stunden ins Land gezogen.

Aus Verzweiflung erlegte ich einige Hirsche per Feuerball und verarbeitete ihr merkwürdigerweise unversengtes Fell erst zu Leder und anschließend zu Armschienen, um meine Schmiedekünste zu verbessern. Auch damit verbrachte ich einige Stunden, denn es gab ja noch Höhlen und Burgen auf meiner Jagd zu erkunden.

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Dann fiel mir ein, dass irgendwelche alten Typen auf einem Berg nach mir gerufen hatten. Ich war schließlich ein Drachenflüsterer und musste meinem Schicksal folgen. Also hinauf zum Berggipfel, hin und her zwischen Örtlichkeiten A und B mit Zwischenstopp in C und nach vielen Monden konnte ich so gut zu den Drachen flüstern, dass diese wie ein Stein vom Himmel fielen. Ich musste auch noch ein wenig Diplomatie anwenden und über Städte verhandeln, die ich noch nie besucht hatte. Ich war im letzten Abschnitt der Hauptgeschichte angekommen und hatte ganze Städte noch nie gesehen. So groß ist Skyrim. So schrecklich groß. Das gesamte linke Drittel der Weltkarte war für mich noch ein weißer Fleck. Nur einmal war ich in Einsamkeit eingekehrt, einer großen Stadt an den Meeresklippen gelegen, doch Markarth und auch einige kleinere Ortschaften hatte ich noch nie betreten.

Da ich meiner Magierin langsam überdrüssig wurde, entwarf ich einen Plan, den ich so noch in keinem Rollenspiel durchgeführt hatte. Ich würde jetzt die Hauptgeschichte beenden und danach das Spiel noch einmal von vorne beginnen. Diesmal als schleichende Fernkämpferin und Mitglied der Diebesgilde und der dunklen Bruderschaft. Meine freien Erkundungstouren sollten sich stärker auf den Westen konzentrieren, damit ich von diesem Landabschnitt auch noch etwas zu sehen bekam und nebenher herrschte in Himmelsrand doch auch noch ein Bürgerkrieg, den könnte ich schließlich auch einmal beenden.

Warum ist dies alles nun so bahnbrechend für mich? Vielleicht habt ihr da draußen schon immer auf diese Weise eure großen Open-World-Rollenspiele erlebt. Ich war jedoch stets bemüht, so viel vom Spiel in einem Durchgang zu sehen wie nur irgendwie möglich und höchstens Jahre später noch einmal in die Welt hineinzuschauen. Ich wollte immer gleich alles abarbeiten und ja nichts verpassen. Mit dieser Einstellung kann man in Skyrim allerdings sehr unglücklich werden oder sehr glücklich, je nachdem wie viel Geduld man mitbringt.

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In jeder Stadt gibt es unzählige Aufgaben, die einen zu unzähligen Orten entsenden, an denen man unzählige Untote meuchelt und unzählige Artefakte einsammelt. Am Ende eines Quest hat man drei neue Quests gefunden und weiß nicht mehr, wo man eigentlich angefangen hat. Das ist prinzipiell toll, weil es das Gefühl einer in sich geschlossenen und stimmigen Welt erzeugt. Es kann bei einem Durchspieler wie mir aber auch zu Verzweiflungsschreien führen, wenn ich in meine Aufgabenübersicht schaue und unter dem Punkt "Sonstige", mehr Einträge finde als im Bethesda Support-Forum.

Viele Aufgaben können ja auch schön sein, so hat man schließlich im Spiel immer was zu tun. Da ich irgendwann aber mal fertig sein wollte, konzentrierte ich mich auf die wichtigsten Hauptquestlinien, wie etwa die Aufträge der Dunklen Bruderschaft. Dort ging es in den meisten Fällen darum, irgendjemanden gezielt und ungesehen in den ewigen Schlaf zu versetzen.

Spielerisch sah das dann so aus:

Im Versteck der Bruderschaft erhalte ich das Quest in einem Dialog. Ich gehe aus den geheimen Katakomben zum Ausgang des Verstecks. Ladebildschirm. Ich wähle mein Ziel auf der Weltkarte aus und reise dort per Quick-Travel gezielt hin. Ladebildschirm. Da ich mein Ziel nicht auf offener Straße erschießen will, warte ich bis Mitternacht. Wartebildschirm. Ich breche in das Haus des Ziels per Mini-Game ein. Ladebildschirm. Das Ziel schläft ruhig auf seinem Bett und es reicht ein einziger Pfeil um die Aufgabe zu lösen. Ich drehe mich wieder um und verlasse das Haus. Ladebildschirm. Ich wähle auf der Weltkarte erneut mein Reiseziel aus und kehre zurück zum Versteck der Bruderschaft. Ladebildschirm. Ich betrete das Versteck. Ladebildschirm. Ich gehe hinunter in die Katakomben, berichte, dass alles glatt gelaufen ist, bekomme einen neuen Auftrag und erledige den ganzen Spaß noch zehn weitere Male auf die gleiche Weise. Danach lege ich das Gamepad gelangweilt aus den Händen.

Ich empfinde es gar nicht so sehr als Problem, dass Bethesda sich auf einige Questtypen beschränken musste, weil die Eigenschaften einer solch großen Spielwelt nicht mehr hergeben, aber warum muss die Welt dann so verdammt groß sein und in jedem Dorf und in jeder Stadt und in jeder Taverne die gleiche Arbeit auf mich warten. Noch nie zuvor in meinem Videospielleben ist mir die Größe einer Spielwelt und der Umfang der Aufgaben zu viel gewesen. Noch nie.

Ich wollte so gerne alles sehen, aber ich konnte irgendwann nicht mehr. Das schönste am Spiel war das freie Herumwandern in den Wäldern und die Jagd auf allerlei felltragendes Getier. Jedes Mal, wenn ich diesen entspannten Schwebezustand verließ und mich wirklich mit den Aufgaben auseinandersetzen wollte, erschlug mich zunächst die Auswahl und anschließend die Eintönigkeit der Ausführung.

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Meine selbsterwählte letzte Tat im Spiel war der Sturm auf die Stadt Einsamkeit und damit die Vertreibung der Kaiserlichen aus Himmelsrand. Mein Questlog war natürlich noch prall gefüllt, aber diese Schlacht erschien mir als guter Endpunkt. Der Kampf selbst war natürlich langweilig, weil ich zuvor schon drei oder vier weitere Schlösser und Burgen erobert hatte und sich dieser letzte Kampf nicht wesentlich von den vorherigen unterschied. Ich schoss meine Pfeile in die Köpfe der kaiserlichen Soldaten, lief zur Kammer von General Tullius (natürlich gab es dazwischen zwei Ladebildschirme zu sehen) und streckte auch ihn nieder.

Im Burghof hielt Ulfric, der Anführer der Sturmmäntel, für die ich gerade einen ganzen Landstrich zurückerobert hatte, eine theatralische Rede, in der er seine Anhänger und damit auch mich, aufrief, weiterhin standhaft zu sein und Himmelsrand gegen alle Eindringlinge zu verteidigen. Die Reise hätte gerade erst begonnen und es gäbe noch viel zu tun.

Für mich allerdings, war die lange lange Reise durch Skyrim in diesem Hof beendet. Um mich herum brannten noch die Barrikaden und ich schaute dem Rauch ein letztes Mal hinterher, hinauf in den bewölkten Himmel, unter dem ich so viele Stunden gewandert war und noch viele weitere wandern könnte.

Kommentare (19)add comment

 

10.02.2012 | Ranor:

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Ich habe Skyrim schon nach ca. 20 Stunden gelangweilt beiseite gelegt (verkauft) - es ist eine tolle Wandersimulation und funktioniert auch als Generator für Postkartenmotive wunderbar, aber als Spiel ist es mir auch zu groß, zu langweilig, zu beliebig.

 

10.02.2012 | Jingleball:

Jingleball
Ich sage Danke für diesen Text und werde wohl noch lange, lange überlegen, ob und wann ich Skyrim denn mal eine Chance geben werde. Ich habe ja etwas Angst, dass ich es doch mögen könnte... irgendwie. Ich versenke ja recht gerne mal 150h in derartiges. Böse, böse.

 

10.02.2012 | Daniel:

Daniel
Man kann Skyrim wirklich mögen und ich hätte sicher nicht so viele Stunden damit verbracht, wenn ich keinen Spaß gehabt hätte, aber wenn nach (immerhin) 80 Stunden Spielzeit der Spaß flöhten geht und eigentlich noch gut und gerne die gleiche Stundenzahl an Spielinhalten vorhanden ist, dann komme ich ins Grübeln, ob das mit den riesigen Welten eine so gute Idee war.

 

10.02.2012 | hmans:

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tl;dr Autor hört nach 80 Stunden Spaß mit einem Videospiel auf; Kommentaristen werten das irgendwie als Negativkritik.

 

10.02.2012 | Deef:

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Sind die Screenshots aus der PC-Version? Auf meiner Xbox sahen die ersten 30 Spielminuten schwach aus. Wie jedes Open-World-Spiel auf Konsole+großem Fernseher (GTA4 sah auch nicht gut aus).

 

10.02.2012 | SpielerZwei:

SpielerZwei
@Hendrik: Ja, so könnte man es, beispielsweise in der BILD-Zeitung, zusammenfassen... :D
Der eigentlich Punkt ist aber, die Frage, ob ein Spiel vielleicht wirklich zu umfangreich sein kann, wenn man es, obwohl man ihm grundsätzlich geneigt ist, aus Langeweile beendet. Zumal, mir ginge es zumindest so, ein Gefühl der Unbefridigtheit zurückbleibt, weil man ein eigentlich gutes Spiel in dem Wissen beendet, dass man längst nicht alles gesehen hat.

 

10.02.2012 | hmans:

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Uuuuund deswegen blogge ich nicht mehr über Spiele.

 

11.02.2012 | Daniel:

Daniel
@Deef: Wenn man Screenshots auf 538pixel zusammenschiebt, sehen die meisten Sachen besser aus. Habe auf der Xbox gespielt und empfand die Grafik als sehr annehmbar. Sichtweite ist nicht so toll, aber die Komposition aus Bäumen, Flüssen, Bergen und Straßen zaubert immer wieder schöne Szenen auf den Bildschirm. Alles was in irgendwelchen Gebäuden, Höhlen oder Tunneln stattfindet sieht dagegen leider etwas öde aus.

 

11.02.2012 | KauzMutti:

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100 Stunden spielzeit sind ins Land gezogen udn Skyrim schreit trotzdem imemrnoch nach dem Dovakhin udn ich folge diesem Ruf. Vielelicht keine 10 Stunden mehr am Tag aber imemrnoch sehr gerne. Das liegt aber wohl auch daran dass ich kein Ziel habe. Ich bin nich tbessessen von einer Quest oder einer Aufgabe oder sonst was. Mal hierhin schauen, dahin reisen. Schnellreisefunktion nur wenns grad nicht anders geht.
Die Hauptquest hab ich begonnen als ich lvl 20 war. Bis dahin bin ich einfach nur durch die Ländereien geschlichen, Honigwaben von Bäumen geschossen und mich gefreut wenn ich eine Miene gefunden hatte die ich ausbeuten konnte.
Skyrim ist wohl nichtfür die Leute gemacht die Spielen wollen udn aber auch ein Ende haben wollen.Skyrim ist ein Erlebnis.
Ich feu mich über die Kleinigkeiten, wie dem Deadra des verstorbenen verrückten Kaisers, der mir zur aufgabe Stellt die Persönlichkeit des regenten zu beruhigen udn seienn Wahn zu lindern.. Toll.
Und am Ende des Tages, kehre ich Heim, steige von meinem Ross und bitte meien Frau für mich etwas zu kochen.
Als ich mich shclafen lege huschen mir nur noch die Bilder des erlegten Drachen durch den Kopf...

-Ladebildschirm-

 

11.02.2012 | cartman:

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Skyrim nötigt uns ab, sich für Ingame- oder Reallife endgültig zu entscheiden.

 

11.02.2012 | Scheinprobleme:

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Mir geht es ähnlich wie Daniel. Eigentlich möchte ich auch immer alles erst abarbeiten, ganze Gebiete bereinigen und fertig machen. Das funktioniert aber in Skyrim leider überhaupt nicht, zu viele Quests kommen. Für eine erledigte Quest kommen 5 neue.
Und die Schnellreisefunktion macht auch vieles kaputt. Zu Beginn, wenn man einfach von A nach B muss, genießt man die landschaft und was sich einem bietet so sehr, später wenn man zu 3349493 anderen Punkte muss über ganz Himmelsrand verstreut, muss man zwangsweise die Schnellreisefunktion nutzen sonst säße man bestimmt viele viele Monate an diesem Spiel. Und das wiederrum lässt den Zauber verblassen.
Habe 1,5 Monate Skyrimpause eingelegt und nun wieder angefangen und kann mich wieder richtig stark dafür begeistern. Habe jetzt nach über 100 Spielstunden doch noch viele tolle Dinge entdeckt, obwohl ich dachte, ich hätte doch vom Prinzip schon alles gesehen. Pustekuchen bzw. Honigschnitte.

 

11.02.2012 | Basti (pixelpinata):

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Ich schließe mich an. Eigentlich spiele ich ein Spiel auch lieber komplett durch. Wenn nicht, hole ich es selten wieder aus dem Regal. Skyrim wird langsam aber auch mir zu heftig. Da spricht mir der Artikel teilweise gerade wirklich aus der Seele.

Bin bei 50 Stunden und das einzige was wirklich abgeschlossen ist, ist die Thieves Guild und seit gestern Nacht auch das Dragonborn Main Quest. Die Stormcloaks vs. Legion Geschichte und die Dark Brotherhood werde ich noch beenden. Ich denke dann wäre eine Pause ganz gut.
Companions, Mages und Daedra Quests kommen dann ein anderes Mal dran.

 

13.02.2012 | SaschaW:

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Ich kenne das Gefühl sehr gut, dass man sich irgendwann ausgebrannt fühlt. Ich habe mittlerweile über 120 Stunden in Skyrim gesteckt. Bisher aber fast nur Nebenquests erledigt. Irgendwann brauchte ich einfach mal eine Pause. Die hält nun seit Mitte Dezember an. Jedoch bin ich mir sicher, dass ich irgendwann zurückkehre. In Oblivion steckte ich am Ende auch weit mehr als 200 Stunden. :D Jedoch braucht man einfach ein wenig Abwechslung und dann sollte die Lust irgendwann zurückkommen.

 

14.02.2012 | Flo:

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Auch aus meiner Sicht ein tolles Spiel. Besonders die Grafik gefällt mir sehr gut. Mich freut außerdem, dass die Hauptstory präsenter ist als in den Vorgängern!

 

17.02.2012 | Fetzig:

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Sich zu beschweren, dass Skyrim zu groß ist, ist aber schon meckern auf sehr hohem Niveau. ;)
Skyrim ist ein Rollenspiel. Man stell einen Charakter dar, und dass dieser Charakter in seinem Leben nicht jeden Winkel von Skyrim gesehen haben wird, ist klar. Genauso wie es klar ist, dass man nicht alle Quests spielen kann/wird. Das würde ja auch gar nicht zum stimmigen Charakter passen. Deshalb denke ich, ist Skyrim so riesig: damit wirklich jeder Rollenspieler sein Abenteuer so erleben kann, wie es zu seinem Charakter passen würde. Der Anspruch, alles gesehen und erlebt zu haben, ist für ein Spiel wie Skyrim in meinen Augen einfach unpassend. Vielleicht sollte man dann einfach mal überdenken, was Rollenspiel eigentlich bedeutet?

 

17.02.2012 | Missingno.:

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damit wirklich jeder Rollenspieler sein Abenteuer so erleben kann, wie es zu seinem Charakter passen würde.

Oh, das Spiel musst du mir mal zeigen. Bei Pen&Paper oder LARP mag so etwas noch mit viel Fantasie funktionieren, aber in Algorithmen gegossen fühlt sich so vieles was der eigene Charakter tut oder nicht tut, tun kann oder nicht tun kann, einfach komplett falsch an.

 

17.02.2012 | Daniel:

Daniel
Man stell einen Charakter dar, und dass dieser Charakter in seinem Leben nicht jeden Winkel von Skyrim gesehen haben wird, ist klar. Genauso wie es klar ist, dass man nicht alle Quests spielen kann/wird. Das würde ja auch gar nicht zum stimmigen Charakter passen. Deshalb denke ich, ist Skyrim so riesig: damit wirklich jeder Rollenspieler sein Abenteuer so erleben kann, wie es zu seinem Charakter passen würde. Der Anspruch, alles gesehen und erlebt zu haben, ist für ein Spiel wie Skyrim in meinen Augen einfach unpassend.


So sieht das Bethesda aber glaube ich nicht. Warum kann ich dann theoretisch in einem Spieldurchgang alles erleben, was es zu erleben gibt? Ich kann ein Magier sein, ein Dieb, gleichzeitig ein Krieger und ein Auftragsmörder. Keine der Questreihen schließt eine der anderen aus, obwohl dies für einen stimmigen Charakter keinen Sinn macht. Alle Aufgaben der Magier kann auch ein nur sehr schlechter Magier überstehen, weil die Entwickler es so programmiert haben.

 

18.02.2012 | jjoe:

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hi!

auch bei mir rotiert die skyrim scheibe im laufwerk. im gegensatz zu oblivion kommt bei mir das spiel sehr durchdacht, sehr straight und klar an. neben job und sonstigen hobbies gehen sich aber keine 10 stunden sessions mehr aus, aber hier ein paar stunden, da mal 120 min und einen quest vor dem hauptabendprogramm sind allemal möglich.

ich geniesse die städte als zentrale anlaufpunkte, die quests rundrum werden nach lust und laune erledigt und danach packt der wanderer seinen beutel und zieht in den nächsten ort. bei einer rückkehr freuen sich die npc-charaktere und stecken mir den einen oder anderen auftrag zu. kochen, schmieden und hauseinrichtung helfen bei der darstellung und der immersion in eine große persistente welt, die auf mich wartet, wann immer ich lust und zeit habe.

ich mag skyrim.

h.

 

19.02.2012 | KillyTheBit:

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Ich hab' das Spiel 100 Stunden angespielt und bin mit meinem zweiten jetzt bei Stunde 200 angekommen . Nicht ungewöhnlich für mich und die Spiele von Bethesda - ich habe Spaß, tonnenweise Spaß. Ich verstehe das es einigen langweilig ist, kein Problem. Aber selbst wenn's dann nach 20 bis 80 Stunden langweilig wird, kann man doch nicht unbedingt sagen das es schlecht ist. Es sind ca. 4 bis 10 mal mehr Stunden Spaß bevor es langweilig wurde als ein durchschnittstitel (Singleplayer) heutzutage noch hergibt. Klar das ein Modern Warfare in jede Sekunde aufregender inszeniert ist als Skyrim, aber das heißt ja nicht das man keinen Spaß hat in Skyrim. Tolle Atmosphäre, wunderschöne Landschaften und richtig gut gelungene Drachen. Ich denke das ist was wert, auch wenn's langweilig wird bevor man alles gesehen hat. Aber wenn das der Fall ist muss man sich auch nicht grämen, denn man hat es je im wesentlichen alles gesehen - viel ändert sich nicht nach 100 Stunden. Die Quest sind wie sie sind, die Dungeons sind wie sie sind. Man verpasst nicht viel wenn man nach einer gewissen Zeit aufhört. Aber ich bin ein absoluter Fan. Ich will das alles erleben und ich fühle mich wohl und gut dabei. Nicht weil ich mich nur gut fühle wenn ich ein Spiel komplettiert habe, sondern weil ich gern in Skyrim unterwegs bin und mir meine eigene Story spinnen kann während ich das tue.

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