| Im Netz |
| Geschrieben von: Chris | |||||||||||||||
| Dienstag, den 16. August 2011 um 12:00 Uhr | |||||||||||||||
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"Wenn wir die Leute zwingen könnten, permanent online zu sein, während sie spielen, wenn das akzeptabel wäre - das wäre großartig", freut sich Tim Willits von id Software und ist sich sicher, dass Diablo 3 schaffen wird, was Ubisoft nicht gelang, nämlich den Zwang zu einer permanenten Verbindung mit dem Internet selbst bei Singleplayerspielen massenmarkttauglich zu machen. Man denke an die vielen Vorteile für die Spieler, wie zum Beispiel automatische Updates und ... äh. Da kommt der gute Mann, dem es eigentlich nur um den Kopierschutz geht, schon ins Straucheln. Jemand sollte ihm erklären, dass Online-Stores wie Steam es seit Jahren schaffen, automatische Updates anzubieten, ohne den Spieler zu zwingen, ununterbrochen online zu sein. Offenbar hat Willits nicht ganz verstanden, wie und warum Blizzard den Onlinezwang überhaupt einführt, genausowenig wie die Spieler, die der Meinung sind, Diablo 3s Drang ins Internet werde sich mit einem Crack schon unterbinden lassen. Wird er nicht. Träumt weiter. Die große Neuigkeit Anfang August hinsichtlich Diablo 3 war nämlich keineswegs das Verbot von Mods oder der Onlinezwang, es war die Ankündigung eines Auktionshauses, in welchem man virtuelle Gegenstände mit echtem Geld wird kaufen können. Die Begründung dafür ist recht fadenscheinig. Weil das Sammeln und Tauschen von Items schon immer ein zentraler Bestandteil der Diablo-Reihe gewesen sei, aber Spieler bislang gezwungen gewesen wären, auf die unsicheren Angebote von Drittherstellern zurückzugreifen, hätte man sich entschlossen, mit dem dritten Teil ein sicheres Auktionshaus direkt ins Spiel zu integrieren. Dabei hatte das Fehlen einer direkten Unterstützung meiner Ansicht nach einen Sinn: Es trennte die Spielwelt klar von der realen Welt. Diablo 3 werde ich sicherlich kaufen und es auch mindestens einmal durchspielen, aber warum sollte ich Zeit investieren, um beispielsweise ein bestimmtes Set vollständig zu erhalten, wenn die beiden noch fehlenden Teile für jeweils fünf Euro im Auktionshaus stehen? Das hebt weder meine Motivation auf weitere Streifzüge durch Dungeons noch meine Motivation, die Teile einfach zu kaufen, sondern ist für mich nur Ansporn, das Spiel wegzulegen und irgendetwas Sinnvolleres zu tun. Dieser Ansporn ist sicher nicht verkehrt und wird hoffentlich dazu führen, dass weniger Schüler ihr Abitur, weniger Studenten ihr Examen suchtbedingt in den Sand setzen, als das bei Diablo 2 und besonders World of Warcraft noch der Fall war, aber es wird auch die Langzeitmotivation und die Langlebigkeit des Spiels ganz gehörig reduzieren, was kaum Blizzards Ziel sein kann. Kommentare (11)
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16.08.2011 |
Ramuh:
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Es wird irgendwie gecrackt werden, so sicher wie das Amen in der Kirche. Und wenn sie ihren eigenen Server schreiben müssen. (Siehe WoW) SC2 mit seinem Pseudo-Online-Only war auch in kürzester Zeit geknackt. Just sayin. |
16.08.2011 |
Thomago:
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"Zusätzlich zu diesem Client/Server-Gerüst eine offline spielbare Singleplayervariante anzubieten, wäre nicht nur ein immenser Aufwand." Warum? Ich sehe da nicht den großen Aufwand drin, solange kein nachträglicher Wechsel zum Onlinemodus möglich ist. |
17.08.2011 |
Jan:
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Wenn der Server für einen "Offline-Client" modifiziert würde, gäbe es später keinen Grund diese Offline-Version des Spiels überhaupt zu pflegen, finde ich. Keine Ahnung wie sich das MMO Konzept von Diablo 3 mit einem Singleplayer vereinen lassen soll. Zu Battlefield Heroes: Danke für den Link. Sehr interessant, was der Cousins erzählt. "Die meisten [...] lügen" nicht nur, sie haben, wie die ganzen Gaming-Newsseiten kaum einen Einfluss (sie sorgen eher für mehr Aufmerksamkeit). Easy hat die Balance zwischen "fairem" Spiel und der von den Spielern gewünschten Möglichkeit, sich Vorteile zu erkaufen, gefunden. Gut, dass sie die Daten dazu haben... Mann, die haben sogar herausgefunden, wer von den Hassmail-Schreibern, trotzdem nicht vom Spiel lassen kann. Schöne neue Businesswelt! |
17.08.2011 |
Thomago:
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@ Chris: Bei halbwegs intelligenter Progammierung wäre durchaus ein Klacks, exakt den Code, der sonst auf Seiten Blizzards läuft, als zusätzliches aktives Modul in einen im Online-Modus passiven Diablo 3-Client einzubinden. Eine solche Lösung wäre zwar nicht 100ig; effizient, was die Offline-Performance angeht, dafür aber abseits anfänglicher Überlegungen zur Modulstruktur aufwandslos. Ob ein Offline-Modus spielspaßmäßig Sinn macht, steht freilich auf einem anderen Blatt. |
17.08.2011 |
Miew:
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Ich find die vielen Gebühren ehrlichgesagt ein wenig schade. Nicht weil ich mich selbst an dem Ganzen beteiligen wollte, sondern weil es mich echt interessiert wohin das ganze führen könnte. Mit so vielen Gebühren schiebt man dem ganzen aber vielleicht doch wieder einen Riegel vor. "sondern im Gegenteil an einer Steigerung der Anzahl der laufenden Auktionen, ergo an möglichst günstigen Preisen." Ist es nicht vorschnell zu sagen, dass mit günstigen Preisen auch die Anzahl der Auktionen steigen würde? Rein intuitiv hätte ich gesagt es führt einfach zu weniger Aktivität... Übrigens, wenn man sich das Video und Bild Material mal anschaut: Selbst der Login Screen sieht aus wie bei WoW. Es scheint also garkein Menü mehr zu geben. Anscheind sind die "Singleplayer" Spieler also garnicht getrennt (in D2 kann man ja z.B. mit einem SP Character niemals in's (closed) Bnet) sondern man spielt einfach nur in einem passwortgeschützten Spiel. Habe auch so meine Zweifel ob sich sowas cracken lässt. Mag sein, dass es für WoW auch "Freeshards" gibt, aber sind die nicht auch ziemlich buggy und instabil? |
18.08.2011 |
starvision:
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Ich hatte in Diablo 2 noch nie ein Set vollständig. Hatte trotzdem Spaß am Spiel. Was Diablo 3 betrifft ... als Vieldienstreisender, der nicht in jedem Hotel so richtig funktionierndes/kostenloses WLAN hat und von Zügen ganz zu schweigen... Naja, bleibe ich bei PES und Konsorten. Schade. |
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