| Assassin's Creed: Boredom |
| Geschrieben von: Daniel | |||||||||||||||||||
| Mittwoch, den 22. Dezember 2010 um 21:38 Uhr | |||||||||||||||||||
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Damit wir das gleich aus dem Weg haben: wer Assassin’s Creed 2 mochte, der wird auch Assassin’s Creed: Brotherhood mögen. Wer Teil 2 der Assassinensaga von Ubisoft nicht gespielt hat, der braucht sich Brotherhood auch gar nicht anschauen, denn er wird von der Story absolut nichts verstehen. Obwohl ... welche Story eigentlich? Der Zukunftsteil bewegt sich keine fünf Zentimeter weiter und kann bis auf die ersten und letzten Spielminuten sogar gänzlich umgangen werden. Er ist vollkommen optional und damit anscheinend auch für die Entwickler irrelevant geworden. Ich mochte diese Abschnitte noch nie und diesmal blieben sie mir glücklicherweise fast ganz erspart. Bleibt noch das Hauptspiel in der Vergangenheit. Im schönen Rom wird viel geredet, aber wer nun diese Borgia sind und warum die all meine schönen Wachtürme besetzt haben, bleibt bis ans Ende nebulös. Assassin’s Creed: Brotherhood ist ein Sandkastenspiel. Der Sandkasten ist Rom um 1500. Der Spieler kann sich frei bewegen und an verschiedenen Orten Aufträge annehmen, die zu 95% damit enden, dass Hauptfigur Ezio jemandem ein Messer in den Nacken rammt. Der Weg dahin ist unterschiedlich, mal muss das Opfer noch observiert werden, oder es versteckt sich in einem Gebäude, welches erst erklommen werden will, oder man muss erst jemand anderen nach dem Weg fragen, aber grundsätzlich endet alles mit der “Messer im Kopf”-Geschichte. Auf Dauer ist das nicht besonders spannend, was die Spielmomente davor umso wichtiger werden lässt. Grundsätzlich stehe ich als Spieler dann vor zwei Spielsituationen. Wenn die Entwickler in dieser speziellen Mission meinen Handlungsspielraum nicht einschränken, so kann ich auf das volle Arsenal an Tötungswerkzeugen zurückgreifen und schlachte mich einfach bis zu meinem Ziel durch. Schon in den Vorgängern waren die Kämpfe nicht besonders schwierig, aber in Brotherhood wurden zwei neue Fähigkeiten eingeführt, die den Schwierigkeitsgrad noch einmal nach unten korrigieren. Mithilfe einer Armbrust lassen sich Wachen durch einen Schuss aus der Entfernung ausschalten. Dank Ezios flinken Fingern sogar so schnell, dass man erst entdeckt werden kann, dann schnell das Bolzenschussgerät zückt und den Gegner erledigt, bevor dieser Alarm schlägt.
Das zweite Szenario ist komplett konträr zum eben beschriebenen. Aus Gründen, die nur die Entwickler kennen, gibt es Missionen, bei denen man nicht entdeckt werden darf. Wird man es doch, so gilt der Auftrag sofort als gescheitert. Keine Kämpfe, keine Flucht, keine andere Handlungsmöglichkeit. Es kommt ein Game Over Bildschirm und der letzte Speicherpunkt wird geladen. Dank KI Aussetzern, unklaren Sichtlinien und teilweise sogar Zeitlimits werden diese Abschnitte sehr schnell nervig. Anstatt einer spannenden Herausforderung bekomme ich nur Frust aufbauende Momente präsentiert.
Kommentare (9)
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23.12.2010 |
Anonym:
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zum Botox-Zustand (meinst wohl eher irgendwelche Drogen; Botox hat doch keinen Einfluss auf die Psyche, oder? ): Das Problem scheint für mich an der mangelnden Identifikation mit dem Protagonisten zu liegen. Wie du selbst sagst: Warum hat jemand SEINE Türme besetzt und warum will er sie zurück? (Ich kenne das Spiel nicht) |
23.12.2010 |
Ben:
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Assassin's Creed ist halt die Autorennen-Reihe unter den 3rd Person Actionspielen. Eigentlich macht man nix ausser über Dächer zu rennen und eigentlich kann auch nix passieren ausser dass man an der falschen Stelle bremst und vom Dach fällt. Das Spiel flutscht halt so durch und darf das auch, für die "Frustmomente" (sorry für die Gamestar-Sprech) sind Meatboy und Konsorten da. Assassin's Creed ist für Architekturfreunde, grade Brotherhood ist mehr Museum als Spiel, vielleicht begreifen sie das ja mal in 10 Jahren und streichen das doofe gemorde ganz raus. |
23.12.2010 |
Mirco Ruppelt:
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Habe mich auch gefragt, was der Vergleich mit Botox hier soll? Ich jedenfalls verstehe ihn nicht. Zum Thema Schwierigkeitsgrad: Ich habe keine Probleme damit, dass die Anspruchskurve in solchen Spielen fällt. Immerhin wird man als Assassine stärker, lernt neue Fähigkeiten und so weiter. Da erscheint es nur logisch, dass sich Feinde dank erhabener Stärke leichter ausschalten lassen. Dass AC an sich zu einfach ist, das Problem hatte die Serie schon immer. |
23.12.2010 |
SpielerZwei:
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Was ist denn an dem Botox-Bild nicht bzw. falsch zu verstehen? Daniel meint damit doch lediglich, dass ihn das Spiel zu keinerlei Gefühlsregung animieren konnte. Und ein Spiel, dessen Spwierigkeitsgrad von Anfang bis Ende stetig abnimmt, halte ich nicht für normal, sondern für verfehlt. Das ist wie eine klassiche Derrick-Folge: Gleich am Anfang sieht man den Mord inklusive Mörder und kann den Rest der Zeit pennen... |
25.12.2010 |
Player1:
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Das liest sich ja wie eine Metapher auf das moderne Leben. Es geht vor allem um den Schein; man kommt auch an Geld, ohne etwas können zu müssen und hat man erst einmal genügend davon, dann vermehrt es sich, ohne dass man gross was dafür tun muss. Danach wird alles vermeintlich ständig leichter. Man kann es sich dann sogar leisten, die dreckige Arbeit von anderen machen zu lassen. Die Herausforderung sinkt und damit steigt die Langeweile, die dazu führt, dass man sich mit dem Geld, das man eigentlich gar nicht braucht, einfach Sachen aus dem Shop holt, die man ebenfalls gar nicht braucht. Aber sie sehen geil aus. Das bringt mich zurück auf die Thematik, dass heutige Spiele schlichtweg zu einfach sind. Nicht weil ich ein elitärer Hardcore-Zocker wäre, aber sogar ein Dreijährigen könnte z.B. Black Ops zocken und locker durch die ersten paar Levels kommen, ohne zu verstehen, was passiert. Die KI-Kameraden erledigen alles für einen. Man ist nicht mehr Spieler, sondern lediglich Zuschauer. So macht es einfach keinen Spass mehr... |
25.12.2010 |
Mirco Ruppelt:
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Black Ops verfügt aber auch über einen harten Schwierigkeitsgrad (Veteran). Wenn du auf schwere Spiele stehst, kannst Du auch mal Donkey Kong Country Returns probieren. Ich persönlich mag Herausforderungen, die sollten aber auch nicht zu schwer sein. Ein Spiel soll mich unterhalten und nicht in Arbeit ausufern. Den schweren Schwierigkeitsgrad fasse ich daher niemals an, sondern spiele meist auf normal oder gar leicht. |
25.12.2010 |
Manu:
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@Player1: Ich finde vor allem dieses Jahr kamen wieder ein paar schwere Spiele raus. Metroid Other M, Donkey Kong Country Returns, Castlavania: Lords of Shadow und allen voran natürlich Super Meat Boy. Alles Spiele, die auch im normalen Schwierigkeitsgrad, sofern überhaupt einstellbar, ordentlich anspruchsvoll sind. Der letze Level (6.5) vor dem Endboss in SMB macht mich fertig und nur 3 Leute in meiner 100 Leute umfassenden Friendslist haben den überhaut geschafft, wie ein Blick in die Highscoreliste offenbarte. |
30.12.2010 |
David:
Also wenn du nicht weißt, "wer diese Borgia sind", dann hast du weder diesen, noch den letzten Teil, sehr aufmerksam gespielt Das mit dem Schwierigkeitsgrad habe ich ganz anders empfunden aber okay, ist halt bei jedem anders. |
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): Das Problem scheint für mich an der mangelnden Identifikation mit dem Protagonisten zu liegen. Wie du selbst sagst: Warum hat jemand SEINE Türme besetzt und warum will er sie zurück?
