| Geteiltes Loot ist halbes Loot |
| Geschrieben von: Manu | |||||||||||||
| Sonntag, den 15. August 2010 um 12:12 Uhr | |||||||||||||
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Castlevania: Die Serie um Vampirjäger, verwinkelte Schlösser und dunkle Magie hat bereits seit fast 25 Jahren und spätestens seit dem '97er "Symphony of the Night" ihren festen Stellenwert in der Spielegeschichte und den Herzen vieler Spieler eingenommen. Mit “Castlevania: Harmony of Despair” kommt im Rahmen der von Microsoft marketingtechnisch stark gepushten “Summer of Arcade”-Aktion ein (vorerst) Xbox360-exklusiver Castlevania-Titel via Download auf die Konsolen. Dieses Castlevania mit dem (natürlich absichtlich gewählten) Kürzel “HD” ist zwar komplett anders als seine Vorgänger, fühlt sich aber dennoch von der ersten Sekunde wohl vertraut an. Der Clou: Diesmal ist man nicht alleine auf Monsterjagd sondern durchstreift die sechs separaten Level mit fünf Online-Freunden kooperativ (leider ohne lokalen Multiplayer). Dieses Castlevania hat weder Story noch einen richtigen Hauptcharakter, sondern lässt uns die Wahl aus zu Beginn fünf frei wählbaren, alten Bekannten: Soma Cruz aus den Nintendo DS-Teilen “Aria-” und “Dawn of Sorrow”, Jonathan und Charlotte aus “Portrait of Ruin” (ebenfalls DS), Shanoa aus dem letzten DS-Castlevania namens “Order of Ecclesia” und als Special-Fan-Service selbstredend natürlich auch Alucard aus dem legendären “Symphony of the Night”. Doch nicht nur die Helden feiern ein Klassentreffen, auch die Elite der Levelbosse aus den unterschiedlichen Episoden erlebt ein Comeback. Neue Inhalte darf man keine erwarten. Nach der Wahl des Charakters geht es auf die Jagd nach dem jeweiligen Boss des gewählten Kapitels. Alle Charaktere haben unterschiedliche Fähigkeiten und spielen sich deutlich anders. So können manche Charaktere bessere Waffen finden und ausrüsten, während andere von erlegten Feinden die Eigenschaften erlernen oder absorbieren können. Löblich: alle Charaktere greifen auf das gleiche Inventar zu, man muss angelegte Rüstunggegenstände also nicht erst umständlich ablegen, um sie einem anderen Charakter anzulegen. Was nach dem Start in den ersten Level sofort ins Auge sticht: Es tickt ein unbarmherziges Zeitlimit von 30 Minuten herunter, welches auch nicht pausiert, wenn wir an den dafür vorgesehenen Bücherständern und Shops unsere Ausrüstung verändern. Erschwerend wird uns für jeden Bildschirmtod eines Mitspielers zusätzliche Zeit vom Konto abgezogen. Im Gegensatz zum klassischen Castlevania-Prinzip, bei dem die Erkundung und die Wegfindung ein zentrales Spielelement darstellt, müssen wir den Weg zum Boss hier nicht erst aufdecken, die Übersichtskarte zeigt von Beginn an bereits alle Räume. Das Besondere hierbei: Die Übersichtskarte ist gleichzeitig die höchste von drei Zoomstufen, sprich, wir können auch in dieser Ansicht weiter laufen, kämpfen oder sehen, wo sich unsere Mitspieler momentan aufhalten. Völlig herausgezoomt nehmen die Level eine beeindruckende Fläche von geschätzten 40 Nintendo DS-Bildschirmen ein. Das dies alles flüssig läuft, liegt natürlich auch an der genügsamen Pixel-Grafik. Castlevania HD nutzt zu einem Großteil die recycleten Sprites und Pixel-Animationen der DS-Vorgänger.
Castlevania HD ist Teamwork pur, geöffnete Schatztruhen werden fair an alle Mitspieler per Losentscheid zugeteilt, selbst wenn diese sich am anderen Ende der Karte befinden. So muss sich niemand streiten und alle können sich auf das gemeinsame Ziel konzentrieren, möglichst schnell zum Boss zu kommen und dabei so viel wie möglich an Bonus-Items aufzusammeln. Zwar kann man Castlevania HD auch alleine spielen, viele Bonus-Schatztruhen sind aber nur durch gemeinsames Vorgehen erreichbar und auch das Zeitlimit lastet beim Sologang deutlich schwerer auf den Schultern. Wem dass alles zu friedlich und freundlich ist, kann aber auch den Versus-Modus starten, bei dem jeder für sich selber verantwortlich ist.
Kommentare (6)
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16.08.2010 |
Schaedel:
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Ähm... Die Serie [...] hat bereits seit 13 Jahren ihren festen Stellenwert in der Spielegeschichte und den Herzen vieler Spieler eingenommen. Kann das so sein? Ich bin mir reichlich sicher, dass ich Castlevania schon aufm NES gezockt habe, als mein Alter noch einstellig war. Und das ist definitiv länger als 13 Jahre her. Heck, vor 13 Jahren hab ich schon ne Playstation gehabt. Yup, die Googlemaschine bestätigt es mir: Nächstes Jahr ist 25 Jähriges Jubiläum im Hause Belmont. |
16.08.2010 |
Thomas:
| Ich habe Castlevania noch nie gespielt und der Review bestätigt mich in der Entscheidung. :-) |
16.08.2010 |
Zeitlimit:
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30 Minuten Zeitlimit? Ab da war bei mir jegliches Interesse dahin. Auf dem PC könnte man ja wenigstens noch hoffen, daß so ein Unsinn durch Cheats oder Mods bereinigt würde aber so no way |
16.08.2010 |
3ba:
| Ich finde das Zeitlimit gar nicht so störend. Es ist mir erst ein mal passiert das ich das Ziel wg. Zeitlimit nicht erreichen konnte. Selbst das erste Castlevania auf dem NES hatte ein Zeitlimit. Die Unzulänglichkeiten des Multiplayer Systems wiegen da viel schwerer. Wie oft ist es mir passiert das aus einem 6er Team jemand abspringt da nicht das Wunschkapitel gespielt werden konnte, weil jemand im Team es noch nicht freigeschaltet hatte. Aber ich will nicht zuviel motzen... Es ist toll das heute noch ein 2d Castlevania für eine "grosse" Konsole erscheint! |
17.08.2010 |
Marco:
Phew. Demo hat mich leider nicht überzeugt, und die Review zeigt mir auch: Not my game Danke Trotdem, flattrbutton, anywhere? |
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Danke Trotdem, flattrbutton, anywhere?

