| Crème de la Game v.09 |
| Geschrieben von: Daniel | |||||||||||
| Montag, den 28. Dezember 2009 um 21:08 Uhr | |||||||||||
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Es ist wieder soweit, es ist Jahresrückblickzeit. Vorhang auf! Bestes Spiel 2009, das mich aus dem Dunklen angesprungen hat:
Letztes Jahr habe ich diesen Award noch nicht vergeben, er wäre aber ohne großes Nachdenken direkt in die Arme von Isaac Clarke aus Dead Space geschwebt. Dieses Jahr geht die güldene Trophäe an Batman: Arkham Asylum. Niemand hat von diesem Spiel Großartiges erwartet und das war unser Fehler. Kaum lag der Datenträger im Laufwerk hatte uns Batman schon aus dem Schatten angesprungen und bei den Eiern. Ähnlich wie Dead Space bietet auch Batman: Arkham Asylum nichts bahnbrechend Neues, verbindet aber alle bekannten Elemente zu einem gelungenen Ganzen, dass so noch nicht durch die Abwasserrohre Gothams gekrabbelt ist. Schön anzusehende Prügeleien, kleine Rätsel zur Auflockerung, eine offene aber überschaubare Welt zum Entdecken, spannende Versteckspiele, bekannte Comic - Gesichter in passendem Videospielgewand und den besten WTF?! - Moment des Videospieljahres, aber dazu später mehr.
Nein, nicht Left 4 Dead 2. Ein anderes Spiel voller lebender Toter hat mein Herz erwärmt. PopCaps Plants vs. Zombies ist nicht nur mein Zombiespiel des Jahres, sondern auch eines der besten Tower Defense Spiele aller Zeiten mit Pflanzen und Humor. Die Zombies wollen durch den Vorgarten, den Swimmingpool oder über das Dach in euer Haus und sie wollen euer Gehirn. Eure Waffe sind ein Haufen Pflanzen, die sich mit jedem Blatt und jeder Blüte gegen die anrückenden Heerscharen Untoter erwehren. Klingt bescheuert - ist es auch - und fesselt für Stunden an den Monitor, weil man gerade eine neue Pflanze erhalten hat und nur noch ein Level spielen will und das geht ja ganz schnell und die Zombies sind ja so langsam und doof und guck mal, wie ihm der Kopf runtergefallen ist - haha - und da ist ein Michael Jackson Zombie, wenn die gewusst hätten, dass er dieses Jahr stirbt, hätten die sich das vielleicht noch überlegt und da ist eine Lücke in der Verteidigung und wie viel Uhr ist es eigentlich ...
Vergangenen Sommer nahm DICE uns noch mal mit in den WWII und lies uns in Battlefield 1943 über sonnige Pazifikinseln sprinten. Mit keinem Spiel habe ich dieses Jahr so viel Zeit in Multiplayermatches verbracht. Es war nicht mit Tausenden unübersichtlichen Features überschwemmt, drei Klassen reichten für genug Variation aus, den Rest erledigten die Fahrzeuge, Inseln und Spieler selbst. Die Matchs waren spannend und selbst wenn man ständig im Kugelhagel starb, fühlte man sich dazugehörig und meinte etwas erreicht zu haben. Nach genau 200 Matches war für mich aber Schluss, diese vielen Stunden waren jedoch mit Freude, Hass, Glück und Überraschungen gefüllt. Danke DICE und jetzt programmiert bitte Mirror’s Edge 2: The Return of Faith.
Einfach. The Beatles: Rock Band ist das beste auf eine Band fokussierte Spiel überhaupt und überzeugt mit wunderbaren Songs, gutem Spielgefühl und einer bunten Optik, die es mit allen Actionspielen dieses Jahres aufnehmen kann.
Wie schon ausführlich berichtet, ist meine Nintendo Wii an einen anderen Spieler da draußen übergeben worden. Doch vor dem Verkauf gab es noch ein Spiel (mit Zombies übrigens), das mich voll und ganz überzeugt hat, überzeugt mit Charme, Atmosphäre und einer großen Portion Blödsinn. Der Rail-Shooter The House of the Dead: Overkill von Sega holte aus dem kleinen weißen Kasten noch mal alles Gute heraus, bis dieser vertrocknet und langweilig vor mir lag. Spiele, die sich selbst nicht ernst nehmen, haben bei mir schnell Pluspunkte gesammelt und wenn dann noch B-Movie-Action mit Zombiehorden und grooviger Musik dazukommen bin ich voll dabei.
SPOILER-ALARM für alle, die Batman: Arkham Asylum noch spielen wollen. Dann sehen wir das Batmobil und am Steuer sitzt der Joker, während Batman sich geknebelt auf dem Rücksitz windet. “Puh, sie haben mich nur verarscht.”, denke ich. Es folgt die erste Szene mit umgekehrten Personenkonstellationen. Batman wird in Arkham eingeliefert und der Joker begleitet ihn. Dann wechselt die Kamera in die Ego-Perspektive. Wir sind gefesselt und können uns nur per Analog-Stick umsehen. Der Joker tritt mit einer Pistole an uns heran und zielt auf unseren Kopf. Bang. Der Bildschirm wird wieder schwarz und es erscheint der Game Over Screen. “Hä, was hätte ich denn machen sollen?” Ein Tipp ist zu lesen: “Benutze den mittleren Stick, um auszuweichen.” Was? Ich sitze auf meinem Sofa und schaue das Gamepad an. Mittleren Stick? Es gibt doch nur zwei. Ich wähle “Erneut versuchen” und warte darauf, dass der letzte Speicherpunkt geladen wird, aber stattdessen lande ich im letzten großen Kampf gegen Scarecrow. Das Spiel hat mich schon wieder verarscht.
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Kommentare

Dann noch der Augenblick mit dem mittleren Stick... Wahnsinnig geil gemacht!
Überhaupt sind die Scarecrow-Missionen sehr herausragend designt. Ohne wäre mir Arkham Asylum auf Dauer etwas zu eintönig.