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Battlefield Moment 1:
Ich spawne auf einem Flugzeugträger vor Wake Island im Pazifischen Ozean. Eigentlich sollte ich mit einem Landungsboot zur Insel fahren, um einen der fünf, mit Flaggen bestückten Stützpunkte einzunehmen. Leider ist keines der vier Boote mehr da. Meine Mitspieler haben sich alleine ans Steuer gesetzt und brausen über das weite blaue Meer auf die zu erstürmenden Strände zu. Eigentlich passt in jedes dieser Landungsboote unser halbes Team, aber so sind wir egoistischen Videospieler eben. Die beiden Flugzeuge sind natürlich auch weg und so stehe ich auf einem Flugzeugträger, der mehr Boote als Flugzeuge beherbergt und schaue mich unentschlossen um. Dann höre ich eine gegnerische Propellermaschine heranrasen, sehe den Piloten herausspringen und mit dem Fallschirm am anderen Ende des Decks landen. Ich hebe das Gewehr und nehme ihn über Kimme und Korn ins Visier. Es ist ein Scharfschütze. Kurz darauf bin ich tot.
Battlefield Moment 2:
Kaum am Strand gelandet springen wir aus dem Landungsboot und rennen zur ersten Flagge. Wir verharren nur Sekunden, hissen die amerikanische Flagge und sprinten zum Fuß des Suribachi. Nur kurz werfe ich einen Blick nach rechts und sehe die Japaner am Leuchtturm. Sollen sie ihn haben, wir nehmen den strategisch wichtigeren Hügel ein. Vor mir erreichen zwei Mitspieler den Gipfel und werden sogleich vom gegnerischen Kugelhagel niedergemäht. Über einen Schleichweg an der Rückseite des Suribachi sind sie vor uns nach oben gelangt. Ich erschieße einen Gegner mit drei schnellen Schüssen und renne hinter einen der Bunker in Deckung. Nachladen, kurzer Blick um die Ecke, drei Schüsse, wieder einer weniger. Mit aufgesteckter Gewehrgranate laufe ich zum Flaggenpunkt. Aus dem angrenzenden Haus blitzt Mündungsfeuer auf, zwei Kugeln treffen mich und ich reiße das Gewehr rum, schieße die Granate durchs Fenster und sehe kurz darauf die Hauswand in einer großen Staubwolke explodieren. Mittendrin bricht der Heckenschütze tot zusammen. Der Suribachi gehört uns.
Battlefield Moment 3:
Ich versuche, die Feinde zu umgehen und laufe über den Strand parallel zur Straße, die sich über die gesamte Anhöhe zu meiner Rechten zieht. Niemand ist zu sehen. Nur der Sand knirscht unter meinen Füßen. Dann höre ich die Sirenen, blicke nach oben und sehe die drei Bomber am Himmel. Ein wenig scheint es, als würde sich der Himmel verdunkeln, als sie ihre Ladung über mir abwerfen. Ein Schwarm schwarzer Punkte jagt heran und ich denke nur noch: “Warum hat der Typ im Funkbunker die Bomben ausgerechnet hier abgeworfen? Ich bin doch ganz allein. Hat er was gegen mich?”
Battlefield Moment 4:
Als Scharfschütze habe ich drei Sprengladungen rund um unsere Flagge platziert und mich dann auf einen der Aussichtstürme zurückgezogen. Mit ruhiger Hand ziele ich auf die Basis im Zentrum von Wake Island. Auf einem der Türme sitzt ebenfalls ein Scharfschütze und schon pfeift der erste Schuss an mir vorbei. Ich schieße, verfehle ebenfalls, laufe ein wenig nach links und schnell wieder nach rechts, er schießt, verfehlt, ich hocke mich hin, ziele ganz knapp über die Brüstung vor mir und treffe ihn genau zwischen die Augen. Als ich nachlade und kurz hinunter zu unserer Flagge blicke sehe ich zwei Gegner am Fahnenmast stehen. Schnell ist der Zünder für den Sprengstoff gedrückt und drei Explosionen zerreißen die Hälfte des angrenzenden Gebäudes, die Sandsackbarrikaden und die beiden Eindringlinge.

Battlefield Moment 5:
Ich spawne mitten im hart umkämpften Gebiet in der Nähe der Flagge und höre gerade noch das Kling-kling der Handgranate.
Battlefield Moment 6:
Ich spawne mitten im hart umkämpften Gebiet in der Nähe der Flagge und höre gerade noch das Rattern der Panzerketten.
Battlefield Moment 7:
Ich spawne mitten im hart umkämpften Gebiet in der Nähe der Flagge und höre gerade noch den Kampfschrei des japanischen Scharfschützen, der mit gezücktem Samurai-Schwert auf mich zu rennt.
Battlefield Moment 8:
Im Funkbunker angekommen dirigiere ich die drei Bomber in Richtung feindlicher Basis. Das erste Flakgeschütz eröffnet das Feuer und bis zum Abwurf verliere ich ein Flugzeug. Die anderen beiden werfen ihre tödliche Ladung Punktgenau ab und lassen keinen Stein auf dem anderen. Als ich den Bunker wieder verlasse, wartet schon ein Gegner auf mich und erschlägt mich mit einem Schraubenschlüssel.

Battlefield Moment 9:
Ich steige verspätet in ein laufendes Spiel ein und lande in meiner Heimbasis. Bis auf ein einsames Flugzeug sind alle Fahrzeuge ausgerückt, also versuche ich mein Glück in der Pilotenkanzel. Der Start ist kein Problem, das erste Wendemanöver auch nicht, aber beim Versuch, meine Bomben auf einen gegnerischen Panzer zu werfen, zerschelle ich nach wilden Lenkbewegungen am nächsten Berghang.
Battlefield Moment 10:
Ich fahre mit dem Panzer bis kurz vor den Eingang zur Basis und beginne systematisch alle Gebäude niederzureißen. Jeder Kanonenschuss hinterlässt ein riesiges Loch in den Wänden. Spawnt ein Gegner wird er mit dem Maschinengewehr niedergemäht. Bald stehen von den Gebäuden nur noch die unteren drei Reihen des Mauerwerks und jedes Versteck, jeder Schutz für die immer wieder spawnenden Gegner ist verschwunden. Mein Kugelhagel lässt ihnen keine Chance.
Battlefield Moment 11:
Ich stehe auf dem höchsten Gipfel der Insel Guadalcanal und wir werden gleich gewinnen. Die Gegner haben alle ihre Punkte verspielt, ihr Lebensbalken ist so gut wie leer. Ein kurze Musikjingle, der das Ende der Runde einläutet, ertönt und ich blicke ein letztes Mal über die Insel, über die vielen kleinen Hügel, die weite Grünfläche im Zentrum, den kleinen Wald neben der großen Basis, die Küste entlang zum Wrack eines gestrandeten Frachtschiffs und atme kurz durch, bevor der Kampf im Pazifik unbarmherzig weitergeht.
(Anmerkung des Autors: Wenn ich meine eigenen Zeilen nochmal lese kommt mir der Gedanke, was Battlefield 1943 doch für ein kriegsverherrlichendes Videospiel ist. Es gibt kein Blut, Gegner schreien beim Tod kurz auf und verschwinden dann spurlos, nur um wenig später an anderer Stelle wieder aufzuerstehen. Außerdem rennt man auf wunderschönen Inseln bei Traumwetter herum und es gewinnt derjenige, der mehr Flaggen hisst. Niedlicher kann man den zweiten Weltkrieg kaum darstellen. Auf der anderen Seite wird aber der kleinste Fehler sofort bestraft und der virtuelle Tod lauert hinter jeder Ecke und schlägt in Form der anderen Spieler unbarmherzig zu. Also verniedlichter Krieg mit harter Hand. Eigentlich wie alle WWII Shooter, nur nicht in braun/grau.
Lest ihr das hier immer noch? Ich verschwinde jetzt summend: “Dedum dumdedum dum”.)
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Meist ist eine Partie entweder richtig packend (meist bei gutem Squadplay) oder nur frustig. Mit Flugzeugen habe ich fast noch nix getroffen, Fallschirm geht nie, generell finde ich das Trefferverhalten gewöhnungsbedürftig - Sperrfeuer aus MGs (z.B. beim Panzer) kann man vergessen, die MP scheint mir auch zu schwach. Vielleicht spiele ich zu oft CoD4, aber dort kann ich die Feuergefechte mehr "fühlen".
PS: Und wann patchen sie mal bei BF1943 die Grafikfehler?