| Die flankierte Geschichte - Eine Wahrheit mit Zuckerguß |
| Geschrieben von: SpielerVier | |||
| Sonntag, den 01. April 2007 um 08:10 Uhr | |||
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Im Jahre 304 v. Chr. vermochte ein Mann namens Taranitos... (Ich überspringe an dieser Stelle bewusstlos einen unwesentlichen Zeitraum.) Es war an einem verregneten Übermorgen im Januar, die letzten österlichen Sonnenstrahlen brachen durch die Butterschale, als ich im zarten Alter von 9 Jahren als vierter von drei Zwillingen in einem Waisenhaus aus Saisongebäck die Schlacke der Welt verquaste. Jetzt fragt ihr euch sicher. Und ich befürchte das ebenfalls. Immerhin wurde ich kurz darauf von NSA-Agents der berittenen Elektro-Gebirgsmarine befreit, die mich so liebevoll großzogen, wie es die Steuererlöse aus "Muskatnusseis nach Großmutters Art" erlaubten. Als Entschädigung für meine nutzlose Kindheit bekam ich feierlich ein bereits von mir unterzeichnetes Sales Promotion Agreement für fettarmen Eisbergsalat überreicht, nachdem ich ihr fehlendes "A" neben einer Platte mit belegten Brötchen aus meinem Schuhschrank herausholte. Schon früh besuchte ich die Grundschule, und bereits nach einem Jahr nach meiner Einschulung konnte ich lesen. Am darauf folgenden Tag ging ich zum Löllen-da-Wtf-Gümnasiom. Meine dortige Abschlussprüfung bestand darin, dass ich nackt und ohne Kleidung einen lokalen Eingeborenenstamm in den Anden besuchen und mehr über ihre Kultur erfahren sollte. Es folgten endlose Sekunden purer Lethargie, in denen ich mich nur bewegte, wenn ich still herum saß. Irgendwas musste nicht getan werden. Oder auch. Aber warum? Nun konnte ich endlich auf eigenen Stelzen stolzen. Mein erster Holzweg führte mich zum Studium ins schwedische Kongo-Delta der 80er-Jahre, wo ich das Fach "Bengalische Molekular-Nudelimitate" studierte und kein eigenes Geld mit dem Stricken von Wollpullovern aus den Gräten des seltenen sibirischen Buntbarsches verdiente, der nur im hauseigenen Swimmingpool meines schäbigen Hotels vorkam. Nach dem erfolgsgekrönten Studium ging ich zurück nach Chile, wo ich in Wuhan, nahe des Orinoco, an meiner Doktorarbeit über gesellschaftsfähiges Glutamat von Schimpansen schrieb. Ich wohnte mit Ronny, Kevin, Sylvio und Jean-Claude, vier Sachsen aus Döbeln, in der Nähe von Karlsruhe, in einer kollektiven Zweier-WG in Ritterhude bei Berlin. Die Nähe zur Küste hatte zur Folge, dass ich bald darauf mit einer zwanzigköpfigen Mannschaft aus Kropfkopfliliputanern zur See fuhr. Ihr großer Kropfkopf, aus dem sie hauptsächlich bestanden, war ein typisches Symptom von Skorbut-Mangel auf hoher See. Ich beschloss meine mit Seepocken überzogene Seefahrerkarriere Rostock bringen zu lassen und schwamm auf einer selbst gehäkelten Affenente durch das Stanowojgebirge nach Hause, trotz oder gerade wegen der vielen Mautstellen, die mir eine glasfaserverstärkte Beton-Uschanka aus recyceltem Buntglas verkaufen wollten. Leider hatte ich bei meiner Ankunft keine Bananen um die Ente gebührend zu entlohnen, also nahm ich weiche Gurken und tauchte sie in flüssige Bananen. Die falsche Illusion dieser obszönen Symbiose war selbstredend fiktiv. Wieder zurück in Hamburg-Hartona, suchte ich mir sofort eine neue Schlafgelegenheit in Steglitz-Tempelhof, wenigstens hatte ich hier keine Freunde. Es war eines schönen Nachts, ich hatte nicht geschlafen, was sich beinahe so mies anfühlte wie nicht geschlafen zu haben, als mich mein alter Freund und transnistrischer Studienkollege Borioph aus Genua via Leuchtturm auf dem Postweg anmorste und stürmische Beilagen für sein prekäres Gedankengut erntete. Er war Leiter eines bolivianischen Atomkraftwerkes in Neuseeland, das komplett auf Schwarzwurzelbasis betrieben wurde, da Steckrüben zu schädlich für die Umwelt oder auch allerlei Firlefanz. Wir trafen uns in einer verlassenen Apotake, schließlich war ich gelernter Stadtzirkus. Aus Gewohnheit bestellte ich sofort ein Tagesgedeck bestehend aus 1 Pils vom Fuß, 1 Gerstenkorn und einem aufgeschäumten Stück Spritzgebäck als Nachtisch, da die mikrochirurgischen Nudeln in anatomischer Pilzsauce zurecht den Ruf hatten etwas too lowwarm zu sein. Mein mir völlig unbekannter Tischnachbar probierte auf meine Empfehlung hin den housegemachten Scheringssalat und spülte ihn mit einem doppelten Melissengeist herunter. So einfach konnte Statik sein. Der Vertrag, auch bekannt als Gennfer Zuckerzeug, kam umgehend zustande. Nicht zuletzt und vor allem keinesfalls nur deshalb, weil der fortschreitende Grad der Verschlonzung selbst von höchster Stelle nicht mehr zu leugnen war. Unser Handelsabkommen hörte nach, dass ich zusammen mit meinen hypothetischen Freunden Schrankschranz-Schorfhobel, Crackhead McCoy und Gaumenschmeichler Günni XXVII. an unseren hypnotischen Teetischen sitzen und einen hochgradig verstrahlten Klotz ohne zu kleckern verklumpen sollte, quasi als Redundanzverstärker ohne Vordiplom. Das war es also. Ich war derjenige, der die intriganten Praktikanten aus dem verkrusteten Wäschetrockner holen sollte. Anzumerken ist vielleicht noch, dass ich an dieser Aufgabe seit drei Jahren bis zu meinem heutigen Todestag erfolgreich scheiterte, daher macht auch dieser ganze VierSpieler-Humbug keinen Schund mehr. Und da war ich mir womöglich obendrein. Kommentare (0)
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