Offenbar ein Avatar
Geschrieben von: Nille | Montag, den 16. November 2009 um 14:47 Uhr

Screenshot - James Cameron's Avatar: Das Spiel

Was mich auf meiner Auskundschaftungsmission besonders, ach was, doppelt überrascht hat? Nein, nicht das paläo-futuristiche Mordsspiel, auch nicht die verrückten Bwa-ha-haaasen, sondern “James Cameron’s Avatar: Das Spiel”. Nicht nur die Ex-Next-Gen-Konsolen-Version schmeichelt dem Auge, auch die Wii-Fassung macht einen alles andere als schlechten Schnitt. Überhaupt scheinen die “Avatar”-Titel nicht zu den üblichen schnell dahin gerotzten Filmumsetzungen zu gehören. Sie zeichnen sich unter anderem durch eigenständige, parallel zum Filmgeschehen ablaufende, Geschichten aus. Außerdem wird beinahe jede wichtige Platform (DS, PSP/Wii, sowie PS3/Xbox/PC) ein eigens Spiel mit einer anderen Story und speziellen, auf das jeweilige Gerät abgestimmten Eigenschaften erhalten.

 
Schwermetall
Geschrieben von: SpielerZwei | Sonntag, den 15. November 2009 um 00:08 Uhr

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Aufgrund meines elendig hohen Alters habe ich die Hochzeit des klassischen Heavy Metal in den 70ern und 80ern tatsächlich selbst miterlebt. Abgesehen davon, dass mir diese Musikrichtung nie wirklich etwas gegeben hat, waren mir vor allem die Metal-Freaks immer irgendwie suspekt: Das waren diese ungepflegten Typen mit den fettigen, langen Haaren. Sie trugen alte Motorradjacken, ohne jemals Motorrad zu fahren, und Jeanskutten darüber, welche sie akribisch mit ihren Fandevotionalien zugepflastert hatten. Die machten immer einen auf harter Macker, erweckten aber nicht selten den Eindruck, zuhause in Wirklichkeit Mamas Liebling zu sein. In der Disco standen sie nur doof auf der Tanzfläche herum und haben den Kopf geschüttelt (Ich meine, selbst wir affektierten Schwarzkittel sind immerhin hin und her gelaufen...!). Und der visuelle Stil der Szene (Plattencover, Poster, T-Shirts) bewegte sich irgendwo zwischen Easy Rider, Herr der Ringe, Conan der Barbar und infantilen Stripclub-Schlampen-Fantasien. Das fand ich damals alles mehr als obskur. Und ausgerechnet dieser Szene, die die meisten heutigen Gamer wahrscheinlich nur noch aus vergilbten Zeitdokumenten und Opas Jugenderzählungen kennen, setzt Entwickler-Sonderling Tim Schafer (Psychonauts) mit Brütal Legend ein Denkmal in Form eines Videospiels.

 
Weg ist Ziel
Geschrieben von: Puschel | Freitag, den 13. November 2009 um 14:00 Uhr

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Beginnen wir mit dem Unvermeidlichen. Für die Älteren unter euch, ja, es ist Diablo. Nicht II und vermutlich auch nicht III. Es ist durch ein interdimensionales Zeitloch gefallen, sieht jetzt deutlich besser aus und ist mit einigen spieltechnischen Verbesserungen gesegnet worden. Wer Diablo mochte, darf unbesehen zu Torchlight greifen.

Für die nicht ganz so alten Spieler: Torchlight ist ein Dungeon-Crawler für Einzelspieler, der sich gänzlich auf die Kerntugenden des Genres beschränkt: Man steuert einen Helden per Mausklick durch enge Gänge, Verliese werden durchstreift, Tausende von Monstern aus ihrer Existenz geklickt und die anfallende Beute wird in die mitgeführten, stets zu kleinen, Beutel gestopft. Dabei gewinnt der gesteuerte Held an Ruhm und Erfahrung, die einerseits in Attribute wie Stärke oder Beweglichkeit investiert wird, andererseits den Weg zu effektiveren Fähigkeiten und Zauberzeugs freimacht. Spielzweck ist schlicht die Jagd nach besserer Ausstattung, mit der die Jagd nach noch besserer Ausstattung einfacher wird. Das Spiel ist also reiner Selbstzweck. Der Weg ist das Ziel. Eine epische Geschichte wird nicht erzählt. Die Heldin macht keine Reise über alle Kontinente. Es gibt keine aufwändig animierten Cutscenes. Es gibt keine Multiplayerkomponente. Im Prinzip macht man vom ersten bis zum letzten Level stets das Gleiche. Schaut es euch trotzdem an, falls Scheinfortschritt durch Zeitvernichtung euer Ding ist.

 
All you need is nochn TBRB-Artikel
Geschrieben von: SpielerDrei | Samstag, den 07. November 2009 um 20:26 Uhr

The BeatlesGuten Tag, Freunde der gespielten gespielten Musik. Aufgrund des reichhaltigen Interesses und des ungestümen Kommentaraufkommens sahen wir uns gezwungen, noch einen weiteren Artikel zum Thema The Beatles: Rock Band zu veröffentlichen. Hat Daniel in seinem Vergleichsartikel schon viele Wahrheiten verbreitet, geht dieser Text etwas mehr auf die Feinheiten dieses wunderbaren Werks ein. Eventuelle Dopplungen sollten sich in Grenzen halten, ich bitte dennoch, sie zu entschuldigen.

 
Clash of the Titans
Geschrieben von: Daniel | Freitag, den 06. November 2009 um 18:27 Uhr

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Lange Zeit war ich den Plastikinstrumenten abstinent. Guitar Hero 1 und 2 hatte ich auf der Playstation 2 gespielt. Gitarre und Spiele liegen heute im Originalkarton auf einem Schrank in meinem Jugendzimmer 300km entfernt. Teil 3 der GH-Reihe spielte ich mit neuer Gitarre auf der Wii, aber sowohl Gitarre, Spiel als auch Konsole sind über Ebay weiterverkauft worden. Also nahm ich fürs erste Abstand vom rhythmischen Drücken der bunten Tasten.

Zwei Jahre später trägt der Postbote einen riesigen Karton durchs Treppenhaus. Darin befindet sich die Limited Edition des neusten Rock Band-Ablegers: The Beatles: Rock Band. Zu zweit brauchen wir für die Entfernung der Versandverpackung alleine zehn Minuten. Das verwendete Klebeband hätte ausgerollt sicherlich einmal um die Erde gereicht. Weitere zwanzig Minuten später steht ein elektrisches Drumset, eine Nachbildung von Paul McCartneys Höfner-Bass und ein Mikrofonständer mit passendem Mikrofon vor uns.

Schon zwei Wochen vorher hatte ich vom Rock Band-Konkurrenten Guitar Hero dessen Metallica-Spiel mit passender Gitarre erhalten. Mein Wohnzimmer stand jetzt also voll mit Plastikinstrumenten. Ich hatte zwei Spiele mit Musik der größten Bands der Welt. Dem Aufstieg zum Rock- bzw. Metal-Olymp stand nichts mehr im Weg.

 
And in the Game
Geschrieben von: Nille | Mittwoch, den 04. November 2009 um 02:15 Uhr

In der vergangenen Woche kundschaftete ich, mit dem festen Ziel, dort einzudringen, ein großes, Palazzo-ähnliches Gebäude aus: Zu meinem Bedauern musste ich leider feststellen, dass sich das Objekt meiner Begierde hinter dicken rostroten Backsteinmauern befand. Die illustre Gesellschaft, die sich gerade in dieser Festung verschanzt hatte, schien zudem ein ausgesprochen gutes Gespür für Architektur ohne Schlupflöcher für Diebe, Auftragsmörder und andere düstere Gestalten zu haben. Ein schwieriger Job. Aber, “Na gut”, dachte ich, wenn ich nicht über die Zinnen klettern kann und nicht das richtige Werkzeug dabei habe, um über den vergitterten Seiteneingang einzusteigen…

“Dann schreite ich eben einfach durch das Haupttor”, malte ich mir aus. Ruhig, nicht zu schnellen Schrittes, unauffällig verhalten, den Blick nach unten gesenkt, aber dennoch ständig ein Auge auf die Wachleute gerichtet. In einem Moment, in dem ich mich unbeobachtet fühlte, bog ich dann in einen leeren schmalen Gang ab, überquerte einen unbewachten Innenhof, schlich einige Treppen hoch und schlüpfte, endlich im obersten Stock angekommen, mit einer Gruppe Fremder durch die Tür zu den heiligen Gemächern. Im schummrigen Licht der tief hängenden Kronleuchter, das halb von den dunkel getünchten Wänden verschluckt, halb von allerlei im Raum verteilten gläsernen und Metallgegenständen reflektiert wurde, mischte ich mich unter das Volk. Unauffällig ließ ich mich auf einem Sofa nieder. Die Spannung war kaum noch auszuhalten. Der Gegenstand, dem ich schon so lange hinterher jagte, war praktisch zum Greifen nahe.

 
Prämissen und Rüsseltiere
Geschrieben von: SpielerDrei | Sonntag, den 01. November 2009 um 17:12 Uhr

"This is the only Level" ist ein weiteres Mitglied des rasant wachsenden "Elefanten-Metagaming"-Genres (vgl. das großartige "Achievement unlocked"), aber eigentlich soll es in diesem Artikel gar nicht um das Spiel gehen. Wenn ihr es noch nicht kennt und nicht unvorbereitet in diese Textwüste ziehen wollt, verschafft euch selbst ein Bild (Hinweis: "Ein Bild verschaffen" ist für das Verständnis des folgenden Artikels nicht  notwendig), die meisten von euch werden wohl nicht länger als 15 Minuten brauchen. Aber da sind wir auch schon beim eigentlichen Thema: Ihr. Wir. Spieler.

TITOP hat, wie der Name schon sagt, lediglich einen Level. Und der sieht so aus:

 
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